Kein „Weiter so“ bei Glyphosat
Maria Krautzberger zur Verschiebung der Entscheidung über die Glyphosat-Zulassung – Herbizid nimmt Feldvögeln Nahrungsgrundlage
Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamts (UBA): „Sollte Glyphosat weiter zugelassen werden, darf es ein „Weiter so“ in der Anwendung nicht geben, um die Umweltauswirkungen zu minimieren. Denn Glyphosat und andere Breitbandherbizide tragen nachweislich zum Verlust der Artenvielfalt in Ackerlandschaften bei. Sie beseitigen auf Äckern jeglichen Wildpflanzenwuchs, so dass Insekten und Feldvögeln wie Lerche und Rebhuhn die Nahrungsgrundlage fehlt. Der Einsatz sollte deshalb deutlich reduziert werden – zu Gunsten nichtchemischer Alternativen. Und: Um die schädlichen Auswirkungen des Herbizideinsatzes auf die Umwelt zu kompensieren, müssen wir mehr Flächen in der Landschaft schaffen, auf denen keine Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden: Brachen und Blühstreifen, die bedrohten Vogel- und Insektenarten als Lebensraum und Nahrungsgrundlage dienen. In der Genehmigungsverordnung für Glyphosat sollen die EU-Mitgliedsstaaten aufgefordert werden, Auswirkungen auf die biologische Vielfalt zu bewerten.“
Associated content
Links
Verwandte Inhalte
Verwandte Publikationen
- 5-Punkte-Programm für einen nachhaltigen Pflanzenschutz
- Durch Umweltschutz die biologische Vielfalt erhalten
- Protection of Biodiversity in the Risk Assessment and Risk Management of Pesticides (Plant Protection Products & Biocides) with a Focus on Arthropods, Soil Organisms and Amphibians
- Protection of terrestrial non-target plant species in the regulation of environmental risks of pesticides
- Protection of biodiversity of free living birds and mammals in respect of the effects of pesticides