Aus welchen Quellen kommen die Ozon-Vorläuferstoffe?
Die Vorläuferstoffe von bodennahem Ozon stammen sowohl aus natürlichen Quellen als auch aus vom Menschen verursachten Quellen. Über ein Drittel der Stickstoffoxide (Sammelbezeichnung für Stickstoffdioxid und Stickstoffmonoxid) kommt derzeit aus dem Straßenverkehr, der restliche Anteil überwiegend aus Feuerungsanlagen. Flüchtige organische Stoffe werden zu etwa der Hälfte bei der Verwendung von Lösemitteln freigesetzt. Lösemittel finden sich in vielen Produkten, wie in Farben und Lacken, Klebstoffen und Reinigungsmitteln. Im Verkehrsbereich entstehen flüchtige organische Verbindungen überwiegend durch die Verbrennung von Kraftstoff. Verglichen mit dem Jahr 1990 sind die Emissionen der Ozonvorläuferstoffe (Stickstoffoxide und flüchtige organische Verbindungen ohne Methan) in Deutschland bis 2018 um 59 % beziehungsweise 72 % zurückgegangen.
Natürliche Quellen von flüchtigen organischen Verbindungen sind Ausdünstungen aus Laub- und Nadelbäumen. Biogene Stickstoffoxide stammen überwiegend aus überdüngten Böden.
Verwandte Fragen
- Wo kann ich erfahren, wie hoch die Ozonwerte sind?
- Helfen kurzfristige Leistungsbeschränkungsmaßnahmen wie Drosselung der Betriebsleistungen, Verkehrsverbote, Geschwindigkeitsbegrenzungen und dergleichen?
- Was kann der Einzelne zur Verringerung der Ozonbelastung beitragen?
- Was wird getan, um die Ozonbelastung zu verringern?
- Ist die Ozonbelastung in den letzten Jahren größer oder geringer geworden?
- Schädigt Ozon auch Pflanzen?
- Wie und auf welcher rechtlichen Grundlage wird die Höhe der Ozonkonzentration bewertet?