Anchor links Go to main navigation Go to subnavigation Go to content Go to search
Suchen

Was wird getan, um die Ozonbelastung zu verringern?

Um Gesundheitsgefahren zukünftig ausschließen zu können, muss der Ausstoß der Vorläuferstoffe im Verkehrsbereich und bei Verwendung von Lösemitteln in Industrie, Gewerbe und privaten Haushalten weiter gesenkt werden. Die Bundesregierung hat hierzu ihr Nationales Programm zur Ozonminderung aus dem Jahr 2002 überprüft und 2007 erneut verkündet. Im Programm sind mittel- und langfristig wirkende Maßnahmen aufgestellt. Ihr Ziel ist die Senkung der Emissionen von Stickstoffoxiden (NOx) und flüchtigen organischen Stoffen (VOC ) aus mobilen und stationären Quellen. Beispielhaft können hier genannt werden:

  • Mobile Quellen: Bei den meisten Fahrzeugen, vor allem aber bei schweren Nutzfahrzeugen (Lastwagen und Busse), müssen die NOx- und VOC-Emissionen dringend verringert werden. Die Bundesregierung will deshalb den frühzeitigen Marktzugang neuer schwerer Nutzfahrzeuge der künftigen Euro-VI-Norm erleichtern. Eine höhere emissionsabhängige Komponente der LKW-Maut, die es seit 2002 gibt, würde diesen Prozess beschleunigen. Auch die Anschaffung emissionsarmer schwerer Nutzfahrzeuge soll finanziell gefördert werden. Für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge werden die Euronorm-Stufen 5 und 6 eingeführt, was ab 2014 ebenfalls eine Senkung der Stickoxidemissionen bewirken wird. Für Motorräder, die in der Regel über keinerlei Abgasminderung verfügen, sind Maßnahmen zur Senkung des VOC-Ausstoßes geplant.
  • Stationäre Quellen: Auch bei stationären Anlagen, wie zum Beispiel Kraftwerken, sind zusätzliche Maßnahmen zur NOx- und VOC-Minderung nötig, wodurch das Emissionsverhalten der Anlagen an den Stand der Technik angepasst wird. Davon sind sowohl Großanlagen wie Kraftwerke, aber auch Kleingewerbe und Haushalte - etwa bei Kleinfeuerungsanlagen - betroffen.
  • Lösemittel - eine Hauptquelle für VOC-Emissionen - werden häufig verwendet, obwohl dies nicht zwingend notwendig ist, zum Beispiel in vielen Aerosol-Sprays. Die Bundesregierung muss hier ihren Einfluss in Brüssel geltend machen, damit die EU in diesen Bereich regelnd eingreift.
Teilen:
Artikel:
Drucken Senden
Schlagworte:
 Ozon

Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt