Aussehen und Vorkommen
Lebensmittelmotten sind weltweit als Vorratsschädlinge verbreitet verbreitet und können zur echten Plage werden. Kleine weißliche Larven kriechen an den Wänden und fressen sich durch die Lebensmittel, Gespinste kleben in den Verpackungen und Zimmerecken.
Treten Motten in Vorräten auf, handelt es sich vor allem um die Dörrobstmotte (Plodia interpunctella) oder die Mehlmotte (Ephestia kuehniella). Beide Arten gehören zur Ordnung der Schmetterlinge, werden circa 1 cm groß und erreichen eine Flügelspannweite von bis zu 2 cm. Motten durchlaufen, wie andere Insekten, die Entwicklungsstadien von Ei, über Larve und Puppe bis zum erwachsenen Falter. Lebensmittelmotten haben ein hohes Fortpflanzungspotenzial: Die im Haushalt sehr häufig vorkommenden Dörrobstmotte zum Beispiel lebt etwa 10 bis 14 Tage. Das Weibchen legt in diesem Zeitraum bis zu 300 Eier in enge Ritzen und Fugen ab. Die Entwicklungsdauer liegt zwischen 30 und 75 Tagen. So können sich bis zu vier Mottengenerationen über das Jahr entwickeln. Weitere Mottenarten, die ebenfalls Lebensmittel befallen können, sind die Getreidemotte (Sitotroga cerealella) und die Speichermotte (Ephestia elutella).
Die Eiablage durch die Falter erfolgt direkt an das Nährsubstrat der Larven. Meist werden Lebensmittelmotten durch bereits mit Eiern oder Larven befallene Lebensmittel (wie zum Beispiel Mehl, Müsli, Reis, Gewürze, Tee, Nüsse, Schokolade, Trocken- und Dörrobst), Tiertrockenfutter oder Verpackungsmaterial eingeschleppt. Mehlmottenlarven bevorzugen als Nährsubstrat Mehl und andere Getreideprodukte sowie Backwaren, Nüsse und Mandeln, Hülsenfrüchte, Schokolade sowie Tiertrockenfutter. Die Larve der Dörrobstmotten hat recht bescheidene Nahrungsansprüche und richtet nicht nur bei den bereits genannten Nahrungsmitteln, sondern auch bei Saatgut, Bienenwaben oder bei Insekten- und Pflanzensammlungen Schäden an. Generell fressen nur die Larven, die ausgewachsenen Falter nehmen keine Nahrung zu sich.
Oft werden Lebensmittelmotten erst bemerkt, wenn sich die erwachsenen Falter zur Fortpflanzung und auf der Suche nach einem geeigneten Eiablageplatz in der Wohnung bewegen. Im Gegensatz zu den Faltern sind die Larven tagaktiv. Sie spinnen ein feines weißes Gespinst, das das Nährsubstrat überdeckt und zusammenklebt.