Alternative Bekämpfungsmaßnahmen
Der zur Familie der Diebkäfer (Ptinidae) gehörende Kugel- oder Buckelkäfer (Gibbium psylloides) zählt zur Gruppe der Vorrats- und Materialschädlinge. Der Buckelkäfer stammt vermutlich aus dem arabischen und vorderasiatischen Raum und ist inzwischen weltweit verbreitet. In Deutschland kommt er nur in menschlicher Umgebung vor.
Der Buckelkäfer wird wegen seiner Form auch oft Kugelkäfer genannt, und ähnelt auf den ersten Blick einer Spinne. Die erwachsenen (adulten) Käfer sind flugunfähig und etwa 2 bis 3,5 mm lang. Die behaarten langen Fühler bestehen aus 11 Gliedern, die Flügeldecken sind braunrot und glatt, während der Bauch und die Beine behaart sind. Larven sind weiß, etwa 3,5 mm lang und gekrümmt und haben drei Brustbeinpaare.
Der Käfer legt seine weißen, oval geformten und klebrigen Eier (bis zu 200 Stück) dort ab, wo eine Nahrungsquelle ist. Die Larven schlüpfen nach circa sechs Tagen und entwickeln sich über vier Larvenstadien zum Käfer. Von der Eiablage bis zur Verpuppung vergehen in etwa drei Monate. Zur Verpuppung bohren sich die Larven in Verpackungsmaterialien oder in Holz ein. Es gibt meist eine Generation pro Jahr, bei sehr warmen Räumlichkeiten auch zwei. Käfer und die Larven sind nachtaktiv. Am Tage halten sie sich in Gruppen versteckt in Ritzen auf. Sie können längere Zeit ohne Nahrung auskommen und auch kühlere Temperaturen überstehen.
Sowohl die erwachsenen Käfer als auch die Larven sind Allesfresser und fressen trockene tierische und pflanzliche Stoffe und Früchte, zum Beispiel Getreide, aber auch Wolle und Stoffe aus natürlichem Material, organische Isolierstoffe sowie tote Insekten.