Im Zeitraum 2020 bis 2023 wurden in Deutschland pro Tag durchschnittlich 51 Hektar Siedlungs- und Verkehrsfläche neu ausgewiesen. Fläche ist jedoch, wie auch der Boden, eine endliche natürliche Ressource, mit der wir sparsam umgehen müssen.
Die Ausweitung der Fläche für Siedlung und Verkehr geht mit einer zunehmenden Bodenversiegelung einher. Vor allem Landwirtschaftsflächen werden durch das Wachstum der Flächen für Siedlung und Verkehr eingenommen, sodass fruchtbare Böden dauerhaft der Produktion von Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen entzogen werden. Der Zuwachs an Siedlungs- und Verkehrsfläche führt auch zu einem wachsenden Rohstoff- und Energiebedarf für den Bau und die Nutzung zusätzlicher Gebäude, Verkehrswege und sonstiger Infrastrukturen. Dies wiederum zieht weitere Umweltbelastungen wie den Ausstoß von Schadstoffen und Treibhausgasen nach sich.
Maßnahmen und Instrumente zum Flächensparen sind daher aus Umweltschutzgesichtspunkten essentiell und sollten vor allem an den zentralen Treibern, zum Beispiel der Ausweisung von Siedlungsflächen im unbebauten Bereich, ansetzen. Das Umweltbundesamt (UBA) hat dazu bereits verschiedene Vorschläge gemacht. Ein Überblick zu Maßnahmenvorschlägen und Verweise auf aktuelle Publikationen finden sich auf der im Auftrag des UBA entwickelten Internetplattform „Aktion Fläche".