Undichte Kanalleitungen belasten Kläranlagen

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Wegen maroder Abwasserkanäle müssen Kläranlagen mehr Wasser reinigen als nötig
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Etwa ein Viertel des Wassers in deutschen Kläranlagen ist gar kein Abwasser, sondern Grund- und Sickerwasser, das zu einem großen Teil durch undichte Stellen in öffentliche und private Kanalleitungen gelangt. Ein UBA-Forschungsbericht beleuchtet das Thema und benennt Anforderungen an die Sanierung.

Der hohe Fremdwasseranteil sorgt dafür, dass weniger Schadstoffe aus dem eigentlichen Abwasser entfernt werden, und treibt den Energieverbrauch der Kläranlagen in die Höhe. Bei Starkregen bringt der Grund- und Sickerwasserzufluss Mischwasserkanalisationen häufiger zum Überlaufen, wobei Schadstoffe in Gewässer und Grundwasser gelangen können. Für eine Sanierung undichter Kanalleitungen ist jedoch einiges zu beachten. So kann nach einer Abdichtung lokal der Grundwasserspiegel steigen und Gebäude und Bäume schädigen.