Rebound vermeiden: Energieeffizienzmaßnahmen wirksamer gestalten

vor grünem Hintergrund schwingt eine leuchtende Energiesparlampe in einer Lampenfassung am Kabel gegen eine Reihe nicht leuchtender Glühlampenzum Vergrößern anklicken
Effizienzsteigerungen haben oft ungewollte Rückwirkungen.
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Familie H. steigt von Glühlampen auf Energiesparlampen um. Weil die so sparsam sind, hängt Familie H. gleich ein paar mehr Lampen auf und achtet nicht mehr so darauf, sie auszuschalten. Ergebnis: Die Energieeinsparung fällt geringer aus als geplant – ein typischer „Rebound-Effekt“. Wie die Umweltpolitik solchen Effekten entgegenwirken kann, zeigen drei neue Veröffentlichungen des UBA.

In einer Studie wurde analysiert, welche Rebound-Effekte auftreten, wie hoch sie ausfallen, was sie begünstigt und wie man sie eindämmen kann. Die wichtigsten Ergebnisse hat das UBA in einem Hintergrundpapier zusammengefasst. Ein Handbuch für die Umweltpolitik bietet Hilfestellung beim Konzipieren und Umsetzen umweltpolitischer Maßnahmen. Der Schwerpunkt aller drei Veröffentlichungen liegt auf dem Rebound bei Energie.

Was kann die Politik tun? Zunächst einmal müssen Effizienzziele ambitioniert angesetzt werden, damit am Ende trotz Rebound-Effekten die erwünschten Einsparungen zustande kommen. Die Politik sollte außerdem Rebound-Effekte durch flankierende Instrumente so weit wie möglich vermeiden, etwa durch Energiesteuern. Wichtig sind beispielsweise auch bessere Informationen über die energiesparende Nutzung von Geräten.