Lackentfernung bei der Schilderherstellung geht ökologischer

In einem Produktionsraum steht eine Anlage mit Fließbandzum Vergrößern anklicken
Ätzmaschine der Kilian Industrieschilder GmbH Hamburg
Quelle: Kilian Industrieschilder GmbH

Bisher musste die Kilian Industrieschilder GmbH in Hamburg lösemittelhaltige Mittel einsetzen, um für Beschriftungen die obere auf die darunterliegende andersfarbige Lackschicht wegzuätzen oder Schutzbeschichtungen (Resist), die im Produktionsprozess temporär nötig sind, wieder zu entfernen. Mit Hilfe des Umweltinnovationsprogramms hat die Firma auf ein umweltfreundlicheres Verfahren umgestellt.

Die neuartige Durchlaufanlage führt automatisch die Einzelprozesse Farb- und Resist-Entschichtung, Entfetten, Spülen und Trocknen durch. Sie nutzt zum Entschichten lösemittelfreie Pflanzenölester und einen Recyclingester aus Abfällen der Nylonherstellung. Pro Jahr wird so etwa eine Tonne der herkömmlichen Lösemittel eingespart. Die Entfettung erfolgt mit warmem Wasser weitgehend ohne Chemikalienzusätze. Bessere Spültechniken reduzieren den Wasserverbrauch von etwa 800 auf 150 Liter pro Stunde. Außerdem spart der Automatisierungsgrad der Anlage Heizenergie und Strom und reduziert die Transportwege innerhalb des Betriebs. Eine solche Anlage könnte auch bei anderen Firmen der Schilderherstellung sowie in der Druckbranche zur Druckzylinderreini¬gung zum Einsatz kommen.

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Schlagworte:
 Umweltinnovation  Umweltinnovationsprogramm  Entschichtung