KAREL - KlimaAnpassung des Regenwassernetzes von Elmshorn und UmLand

  • Übersichtskarte Flusseinzugsgebiet Krückau (TUHH)
    Übersichtskarte Flusseinzugsgebiet Krückau (TUHH)
  • Der kleine Hafen zeigt sich unter strahlend blauem Himmel. Links am Rand stehen unbelaubte Bäume und weiter rechts sind flache Gebäudeteile zu sehen und weiter hinten rechts die Silhouette der Stadt Elmshorn
    Elmshorner Hafen (Stadt Elmshorn, 2018)
  • Flusswasser überschwemmt einen Wanderweg. Der Wanderweg ist umrahmt von unbelaubten Bäumen und austreibenen Büschen. Am Wegesrand steht eine Laterne.
    Überschwemmung des Wanderweges an der Krückau im Januar 2018 (Stadt Elmshorn)
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Das Elmshorner Stadtgebiet wird von der Krückau durchflossen, welche die Entwicklung der Stadt maßgeblich geprägt hat und weiterhin prägt. Darüber hinaus hat der tidenbeinflusste Fluß eine zentrale Bedeutung für die Entwässerung der Stadt Elmshorn aber auch des Umlands. Fast das gesamte Regenwasser wird oberirdisch über Gräben und unterirdisch über die Kanalisation direkt in die Krückau entwässert. Die Leistungsfähigkeit der Entwässerung ist abhängig vom Wasserstand in der Krückau, welcher wiederum vom Wasserstand der Elbe abhängt. Insbesondere in einem Zeitfenster um das Tidehochwasser ist nur eine eingeschränkte Entwässerung in die Krückau möglich.

Die schon jetzt zeitweise kritische Situation für die Regenentwässerung wird sich in besonderem Maße durch die zu erwartenden Klimaänderungen und deren unmittelbare Auswirkungen für die Region mit zunehmender Intensität und Häufigkeit von Starkregenereignissen und Anstieg des mittleren Meeresspiegels weiter verschärfen. Es ist zu erwarten, dass Elmshorn diese Entwässerungsprobleme nicht allein innerhalb seiner Stadtgrenzen sinnvoll und nachhaltig lösen kann. Vor diesem Hintergrund ist das wesentliche Ziel des Vorhabens KAREL die Entwicklung eines integrierten und räumlich übergreifenden Klimaanpassungskonzepts zur Erhöhung der Robustheit der Regenentwässerung der Stadt Elmshorn und der Umlandgemeinden gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels. Neben der Entwicklung technischer Lösungen für mögliche Anpassungsmaßnahmen stellen die Untersuchung der Wechselwirkung zwischen Stadt und Umland, die Beteiligung der betroffenen Akteure und die Etablierung eines Dialoges (politisch sowie fachlich) zwischen der Stadt Elmshorn und dem Umland über die Projektlaufzeit hinaus die wesentlichen Säulen des geplanten Konzepts dar.

Eckdaten zur Maßnahme

Maßnahmenträger

MaßnahmenträgerStadt Elmshorn
https://www.elmshorn.de/
Kooperationspartner

- Technische Universität Hamburg, Institut für Wasserbau
- TUTECH INNOVATION GMBH, Abteilung Forschungsmanagement
- Sielverband Wisch-Kurzenmoor
- Sielverband Raa
- Wasserverband Krückau
- Gewässer-und Landschaftverband Kreis Pinneberg

Dauer und Finanzierung

Dauer

Beginn der Umsetzung
Wie hoch waren die (geschätzten) Kosten für die Umsetzung?

300.000€ Fördermittel, 185.000€ Eigenmittel Stadt Elmshorn

Mit welchen Mitteln wurde die Maßnahme finanziert?

Eigenmittel Stadt Elmshorn

Beteiligung

Welche weiteren Personengruppen wurden an der Planung oder Umsetzung der Maßnahme beteiligt?

Welche Formen der Beteiligung fanden statt?

Erläuterung- Auftaktveranstaltung für die beteiligten Akteure und Experten - Veranstaltung zur Entwässerungssituation der Marschgebiete am Unterlauf der Krückau - stetiger Kontakt und Austausch mit dem Krückau-Verband/ Sielverband Wisch-Kurzenmoor/ Sielverband Raa/ Gewässer-und Landschaftverband Kreis Pinneberg - Fortsetzung Projekt KLIMZUG-NORD in Form von einer internetbasierten Austauschplattform

Erfolge

Welche Erfolge wurden bis jetzt mit der Maßnahme erreicht?

Zwischenstand der Erfolge:
- Umfangreiche Vermessung des gesamten Grabensystems zweier an Elmshorn anliegenden Sielverbände im Unterlauf
- Durchführung einer 7-monatigen Messkampagne zur Messung von Durchflüssen, Wasserständen und Niederschlägen
- Das gemeinsame Verständnis für die auftretenden Probleme konnte durch zwei abgestimmte Informationsbroschüren zum Zwischenstand der Untersuchungen untermauert werden.
- Die Verbesserung der Regenentwässerung im Stadtgebiet ist maßgeblich mit den Ergebnissen des Projektes gekoppelt und bringt nachhaltige Veränderungen in der Generalentwässerungsplanung mit sich.

ErläuterungIm Rahmen der Projektförderung haben alle Verbundpartner verbindliche Meilensteine definiert.

Hat die Maßnahme positive Nebeneffekte?

Schutz des innerstädtischen Bereiches vor Überschwemmungen, Aufbau/Stärkung des Vertrauensverhältnisses und der Zusammenarbeit mit den umliegenden Verbänden im Einzugsgebiet Krückau, Wissenserweiterung bei Projektbeteiligten, Sensibilisierung der Beteiligten bzgl. des Klimawandels und den Folgen für die Entwässerung

Hindernisse

Welche Hindernisse gab es während der Umsetzung?

Die Idee, dass zunehmend Wasser aus Elmshorn in Richtung der Sielverbände im Unterlauf geleitet werden könnte, führte bei diesen zu Verunsicherung. Aus diesem Grund sind die intensiven Arbeiten zur Grundlagenermittlung besonders wichtig, damit sich die Ergebnisse des Projektes nicht nur auf theoretische Werte, sondern auf tatsächlich gemessene Werte beziehen. Auch die Wertigkeit der Ergebnisse hat sich durch die maßgebende Grundlagenermittlung zur verbesserten Modellierung des Einzugsgebietes erhöht. Das Vertrauensverhältnis zu den Verbänden konnte dadurch bereits gestärkt werden.

Hat die Maßnahme negative Nebeneffekte?

Die Grabenunterhaltung ist für den ungehinderten Abfluss von enormer Bedeutung, birgt jedoch Konflikte mit dem Schutz der Natur und dem Artenerhalt.

Ansprechperson

Thomas Beiersdorf
Stadt Elmshorn
Schulstraße 15-17
25335 Elmshorn
Deutschland
Telefonnummer04121 4609-18

Ort der Umsetzung

Elmshorn
Deutschland

Pinneberg

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