Hochwasserpass

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Der "Hochwasserpass" ist nicht nur ein ausgestelltes Zertifikat, es handelt sich vielmehr um ein mehrstufiges Konzept: Die Öffentlichkeit und vor allem Boden- und Hauseigentümer (Bestand und geplante Bebauung) sollen für die Relevanz des Themas Hochwasser und die Eigenvorsorge sensibilisiert werden (hier sind alle überflutungsbezogenen Gefährdungen integriert: Flusshochwasser, Starkregen/Sturzfluten, Kanalrückstau, Grundhochwasser). Dies hat vor dem Hintergrund der Folgen des Klimawandels mit den bereits erlebbaren Veränderungen im Niederschlagsgeschehen weiter an Bedeutung gewonnen. Um Betroffenen zu helfen sich an (auch möglicherweise weitere) Veränderungen anpassen zu können und handlungsfähig zu sein, schließt das Konzept "Hochwasserpass" eine fachliche Beratung und Unterstützung mit ein.

Zur ersten Sensibilisierung stellt das HKC eine kontinuierlich weiterentwickelte Homepage ("www.hochwasser-pass.com") in allgemein zugänglicher Sprache zur Verfügung. Hier werden über eine einfache Selbstauskunft und zielgruppenorientierte Hintergrundinformationen erweitertes Interesse geweckt. Hat man dadurch das Thema als relevant für sich identifiziert, kann man sich über eine Karte und Liste fachkundige Hilfe zu weiteren Fragen und dem detaillierten Risikocheck seines Objektes in Form von Sachkundigen einholen. Die Sachkundigen werden in Zusammenarbeit mit der Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (kurz DWA) ausgebildet, um eine qualifizierte Beratung zu gewährleisten. Neben der Prüfung der Gefährdung gibt der Sachkundige Hinweise zu Maßnahmen der Eigenvorsorge, die auf das entsprechende Objekt zugeschnitten sind und stellt den "Hochwasserpass" als Beleg aus. Das HKC erweitert ständig sein bereits vorhandenes Netzwerk und Kooperationen um die Umsetzung zu stärken (Beispiele: Verbraucherzentrale, Energieberater, Kammern). Die Fortschreibung des Passes für ein konkretes Objekt ist aufgrund des Konzeptes jederzeit möglich.

Wie wurde die Maßnahme umgesetzt?

Hauptverantwortliche Institution (Maßnahmenträger)Hochwasserkompetenzzentrum (HKC) e.V.
http://www.hkc-online.de
Kooperationspartner

Es gibt bereits mehrere unterschiedliche Kooperationen und Zusammenarbeit: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) Gebäudeenergieberater Ingenieure Handwerker – Bundesverband e.V. (GIH) UNESCO Internationales Zentrum für Wasserressourcen und Globalen Wandel Greensurance Stiftung - Für Mensch und Umwelt gemeinnützige Gesellschaft mbH und weitere.

Steuerungsinstrumente

Welches Steuerungsinstrument ist Bestandteil der Maßnahme?Freiwillige Vereinbarung, Kooperation, Informationsbereitstellung und Sensibilisierung
Bitte erläutern Sie die von Ihnen genannten Instrumente und deren Anwendung näher.

Informationsbereitstellung und Sensibilisierung Hilfestellungen für den fachfremden Kunden Stufenkonzept und durchdachte Struktur (als Ergänzung zu den bestehenden Angeboten statt Konkurrenz) Kompetenz und Erfahrung der Projektmitarbeiter Glaubwürdigkeit durch ehrenamtliche Tätigkeit Kooperationen und Vernetzung Incentive Ansatz

Beteiligung und Finanzierung

Welche Personengruppen wurden in die Konzeption und/oder die Umsetzung der Maßnahme eingebunden?Breite Öffentlichkeit
Welche Formen der Beteiligung fanden statt?

Durch die breit gefächerte Mitgliederstruktur des HKC sind bei der Konzeption und Umsetzung des Projektes diverse Personengruppen bereits vertreten (auch Bürgerinitiativen).Durch die Kooperationen und das Netzwerk erweitern sich diese ständig. Zur Umsetzung und weiteren Optimierung werden Kunden des Hochwasserpasses in Form von gezielter Test-Ausstellung und strukturierter Befragungen tiefergehend

Erfolg und Nutzen

Erfolgt eine systematische Evaluation der Maßnahme?Ja
Bitte beschreiben Sie die Evaluationsmethode

Das Monitoring erfolgt aktuell über die Nutzung der Internetseiten, dem Ausfüllen von Fragebögen und erstellten Pässen. Ein Monitoring der umgesetzten Maßnahmen kann durch die folgende Fortschreibung der Pässe erfolgen. Ein Gebietsbezogene Analyse ist Teil der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (Vermeidung von Schäden). Ansätze werden im JPI-Projekt untersucht.

Welche Erfolge wurden bis jetzt mit der Maßnahme erreicht?

Sehr gute Resonanz in der Fachwelt (in SWOT Analysen bestätigt), hohes Kooperationsinteresse bei einem breiten Spektrum von Akteuren, internationale Anerkennung und Implementierung (Piloten in diversen Ländern, JPI Projekt, Listung bei der World Meteorological Organization (WMO) im Associated Programm on Flood Management, etc.), erste Versicherungen implementieren den Hochwasserpass in Ihren Prämienstrukturen, Zufriedenheit bei den bisherigen Kunden.

Bringt die Maßnahme Nutzen für weitere Zielsetzungen außer dem Ziel der Anpassung an den Klimawandel?Ökonomische Ziele: z.B. Innovation, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen oder Regionen
Erläuterung

Durch die Vermeidung von Schäden werden sowohl betriebswirtschaftliche, wie volkswirtschaftliche Risiken reduziert (Produktionsausfälle, Auftragsverluste, Schadensausgleich etc.). Fehler bei anderen Investitionen (z.B. falsche Baumaterialien) lassen sich vermeiden.

Bringt die Maßnahme Nutzen für weitere Zielsetzungen außer dem Ziel der Anpassung an den Klimawandel?Lebensqualität / soziale Ziele: z.B. Erhöhung der Wohnqualität in Städten, Beitrag zu sozialem Ausgleich und sozialer Integration, besondere Berücksichtigung der Interessen benachteiligter Bevölkerungsgruppen
Erläuterung

Die Lebensqualität erhöht sich - immatrielle Schäden lassen sich zudem nicht ersetzen (Stress, Verlust von emotional geprägten Dingen).

Welche Hindernisse wurden überwunden?

Welcher Faktor stellt/stellte ein besonderes Hindernis bei der Umsetzung der Maßnahme dar?

Die Kosten für die Erstellung ("willingness to pay"). Dies liegt am hohen Aufwand zur Einholung und Organisation der benötigten Daten und Auswertungen. Zwei parallele Wege werden angegangen: Optimierung des Aufwandes für den Sachkundigen, Förderungsmöglichkeiten (Öffentliche Stellen, Banken & Versicherungen). Eine günstigere Erstberatung soll implementiert werden (analog Energieberatung).

Welche zusätzlichen Konflikte gab es?

Erläuterung

Keine, im Gegenteil es ergeben sich viele Synergien.

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