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Welche Grenzwerte gibt es für die Stickstoffdioxidbelastung der Luft?

Antwort: Die Bewertung der Luftqualität erfolgt anhand der nach EU-Recht gesetzlich festgelegten Grenzwerte. Grundlage sind die Luftqualitäts-Richtlinie 2008/50/EG vom 11. Juni 2008 sowie die dort berücksichtigten Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO. Mit der 39. Verordnung zum Bundes-Immissions­schutzgesetz (39. BImSchV) vom 2. August 2010 – in Kraft seit dem 6. August 2010 – sind die EU-weit geltenden Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) zum Schutz der Gesundheit des Menschen sowie Stickstoffoxide (NOx) zum Schutz der Vegetation in deutsches Recht übernommen worden.

Zum Schutz der menschlichen Gesundheit legt die Verordnung folgende NO2-Grenzwerte fest:

  • Ab dem 1.1.2010 dürfen die NO2-Jahresmittelwerte 40 µg/m3 (Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft im Normzustand) nicht überschreiten.
  • Ab dem 1.1.2010 dürfen die NO2-Einstundenmittelwerte 200 µg/m3 nicht öfter als 18mal im Kalenderjahr überschreiten.

Neben den zuvor genannten Grenzwerten legt die 39. BImSchV eine Alarmschwelle von 400 µg/m3 (als Einstundenmittelwert, gemessen in drei aufeinanderfolgenden Stunden) für NO2 fest. Im Überschreitungsfall besteht die Pflicht, Maßnahmen unverzüglich zu ergreifen.

Ergänzend zu den NO2-Grenzwerten gilt zum Schutz der Vegetation bereits seit dem 19.7.2001 ein Grenzwert für Stickstoffoxide (NOx) von 30 µg/m3 im Jahresmittel.

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Schlagworte:
 Stickstoffoxide

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