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Wie werden die Stickstoffoxidemissionen begrenzt?

Antwort: NO2 (Stickstoffdioxid) gilt als Leitsubstanz für Stickstoffoxide mit der stärksten Wirkung. Da Stickstoffmonoxid (NO) später auch zu NO2 umgewandelt wird, muss konsequenterweise auch der NO-Ausstoß begrenzt werden.

Es gibt Emissionsbegrenzungen für NOx (als Summe von NO + NO2) aus zahlreichen Prozessen der Verbrennung. Hier einige Beispiele:

Die NOx-Emissionen von Kleinfeuerungsanlagen sind in der im Jahre 2010 novellierten Kleinfeuerungsanlagenverordnung (1. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung [1. BImSchV] geregelt. Sie sind differenziert nach Leistung der Heizung und der Brennstoffart.

Emissionsgrenzwerte für Großfeuerungsanlagen (Kraftwerke) betragen zwischen 100 und 400 mg/m3 Abgas (s. Dreizehnte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutz­gesetzes (Verordnung über Großfeuerungs- und Gasturbinenanlagen, 13. BImSchV.

Die Abgasemissionen von Abfallverbrennungsanlagen sind durch die Grenzwerte der 17. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung etwa in gleicher Höhe begrenzt .

Die NOx-Emissionsbegrenzungen für eine Vielzahl weiterer Anlagen werden in der Technischen Anleitung Luft (TA Luft, 1. Allgemeine VwV) geregelt.

Zu den Emissionsbegrenzungen für Kfz siehe „Was schreiben die Abgasnormen der EU für Kfz vor? Wo wie finde ich sie?“

Für NOx und die Schadstoffe SO2, flüchtige Nichtmethan-Kohlenwasserstoffe (NMVOC) sowie NH3 sind von der EU ab dem Jahr 2010 Jahresemissionshöchstgrenzen (engl.: NEC – ‚national emission ceilings’) für die Mitgliedstaaten festgelegt (siehe 2001/81/EG v. 23. Oktober 2001). Deutschland wurden 1,05 Millionen Tonnen an NOx-Emissionen zugestanden. Dieses Ziel wird voraussichtlich nicht erreicht.

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Schlagworte:
 Stickstoffoxide

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