Analyse der Folgen des Geschlechterrollenwandels für Umweltbewusstsein und Umweltverhalten
In der genderorientierten Umweltforschung wurde wiederholt festgestellt, dass Umweltprobleme nicht geschlechtsneutral sind. Problematisiert wird in diesem Kontext, dass Frauen aufgrund ihrer immer noch zen-tralen Rolle im Haushalt vielfach die 'Gesundheits- und Umweltverantwortung' übertragen bekommen, ohne dass sie jedoch tatsächlich über die 'Gestaltungsmacht' verfügen, an den bestehenden Verhältnissen tatsächlich etwas zu ändern. Die Forderung seitens der feministischen Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung geht folglich dahin, die Zielsetzung der Rio-Konferenz 1992 umzusetzen, nämlich Frauen und Fraueninteressen aktiv in den Gestaltungsprozess einer nachhaltigen Entwicklung einzubeziehen. (Reihe geschlossen: UNESCO-Verbindungsstelle für Umwelterziehung)