Wie verhindere ich eine Verschleppung von gebietsfremden Arten beim Umsetzen eines Bootes?
Was ist bei einem Wechsel des Gewässers vor dem Einsetzen und nach dem Auswassern zu beachten?
Reinigen (Boot, Trailer und Zubehör)
Nutzen Sie am besten einen Hochdruckreiniger, der mit Frischwasser versorgt wird, welches auf 60 °C erhitzt werden kann. Das heiße Wasser tötet Aufwuchsorganismen ab. Entfernen Sie allen anhaftenden Bewuchs wie Algen, Seepocken, Muscheln usw. von allen äußerlich zugänglichen Bereichen und Nischen des Rumpfes wie Stringer, Ruderkopf und Z-Antrieb. Ebenso muss der Trailer gründlichst gereinigt werden. Besprühen Sie jede Stelle mindestens 10 sec lang.
Alle Ausrüstungsgegenstände, die mit Wasser in Kontakt gekommen sind, müssen gründlichst gereinigt werden. Hierzu gehören: Schwimmwesten, Rettungsinseln und Beiboote, Wurfkörper und – Leinen, Wasserskis, Surfbretter, Angel- und Tauchausrüstung.
Achten Sie darauf, dass bei der Entsorgung von Bewuchs und Waschwasser an Land nichts ins Gewässer oder in den Boden fließt. Die Reinigung sollte entweder direkt nach dem Auswassern oder in einem Zwischenlager erfolgen. Eine Reinigung in der Nähe des Gewässers, in das das Boot eingesetzt werden soll, ist nicht zulässig.
Spülen und Leeren (Kühlkreislauf, Bilge und Wassertanks)
Entwässern Sie abgeschlossene Bereiche des Rumpfes wie interne Kühlwasser-Leitungen und den Kühlkreislauf von Außenbordmotoren. Ansaug- und Austrittsöffnungen können ausgekratzt werden. Kühlflüssigkeit sollte durch Leitungswasser ersetzt werden und das Kühlwassersystem für einige Sekunden durchgespült werden. Lassen Sie den Motor nie trocken laufen. Bei Außenbordern kann ein mit Leitungswasser gefüllter Eimer untergehalten werden.
Die Bilge muss vollständig entleert und getrocknet werden. Bilgewasser muss in den dafür vorgesehenen Einrichtungen entsorgt werden.
Trocknen
In einigen Gewässern ist vorgeschrieben, dass das Boot eine Woche vor dem Wiedereinsetzen an Land trocknen muss. Je länger das Boot außerhalb eines Gewässers trockensteht, umso geringer sind die Überlebenschancen für noch aufsitzende Bewuchsorganismen.