Vorsicht ist auf Reisen geboten: Betten sollten, möglichst noch bevor das Zimmer bezogen und das Gepäck ins Zimmer gebracht wird, auf Bettwanzenspuren (Kotspuren, Eier, Häute) kontrolliert werden. Koffer sollten im Hotelzimmer nicht in unmittelbarer Nähe des Bettes abgestellt oder direkt auf das Bett gelegt werden. Stattdessen sollten Koffer und Taschen auf Tischen gelagert werden.
Folgende Maßnahmen helfen, um einem Befall vorzubeugen:
- Auf Reisen sollten Sie Ihre Unterbringung auf Bettwanzenspuren hin untersuchen. Nach welchen Spuren Sie Ausschau halten sollten, sehen sie in den Fotos in der Galerie.
- Achten Sie auf Stiche.
- Verlangen Sie sofort ein anderes Zimmer, wenn Sie Hinweise auf Bettwanzen finden.
- Besteht der Verdacht, dass Sie Wanzen im Gepäck haben, achten Sie bei der Rückkehr sorgfältig darauf, dass keine Tiere in Ihre Wohnung gelangen.
Nach der Heimkehr ist es ratsam das Reisegepäck in der Badewanne zu öffnen und auszuschütteln, um so unerwünschte „Passagiere“ aufzuspüren. Werden Tiere gefunden, sollte die Wäsche bei 60°C gewaschen oder eingefroren werden. Auch Koffer und Taschen sollten gewaschen oder eingefroren werden. Ist das nicht möglich, empfiehlt es sich die befallenen Gegenstände luftdicht zu verpacken und zu entsorgen. Ein Einschleppen von Bettwanzen ist aber auch durch gebrauchte Gegenstände möglich. Diese sollten daher, bevor sie in die Wohnung gebracht werden, auf Bettwanzenspuren (Kotspuren, Häutungshüllen und Tiere) hin untersucht werden. Dasselbe gilt auch für Möbel oder Gegenstände vom Sperrmüll.
Liegt ein Befall mit Bettwanzen vor, sollten einige Aspekte beachtet werden: Vermeiden Sie das Wechseln des Schlafplatzes, um die Tiere nicht weiter in der Wohnung zu verbreiten. Das gilt auch für befallene Gegenstände. Im befallenen Raum sollten die Spuren des Befalls zunächst nicht, durch zum Beispiel Putzen, entfernt werden. Zum einen sind diese Befallsspuren für die Schädlingsbekämpfungsfirma wichtig, zum anderen kann es zur weiteren Verbreitung in der Wohnung kommen. Aufgrund der versteckten Lebensweise der Bettwanzen und der möglichen Ausbildung von Wirkstoffresistenzen ist die Bekämpfung äußerst schwierig und muss durch eine professionelle Schädlingsbekämpfungsfirma erfolgen.
Laut dem Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) sollte Folgendes vor dem Eintreffen der Schädlingsbekämpfungsfirma beachtet werden:
- keine Möbel, Kleidung, Bettwäsche oder ähnliches aus dem Raum herausbringen, wenn nicht zwingend erforderlich
- nur die Kleidung, die man am Körper trägt, aus dem Raum bringen
- vor dem Anziehen die gesamte Kleidung – vor allem die Nähte – auf Bettwanzen kontrollieren
- Raumtemperatur halten, Heizung nicht wärmer oder kälter einstellen
- nicht aufräumen und putzen
- weiterhin im befallenen Raum schlafen, wenn möglich
- weiße Bettwäsche aufziehen (alte Bettwäsche im Raum belassen)
- nicht staubsaugen
- Fotos vom Befall machen
- gefundene Tiere sammeln und einfrieren
Die Bekämpfung von Bettwanzen erfolgt meistens mit Insektiziden. Bei einer Behandlung werden jedoch nicht immer alle Tiere in ihren Verstecken erreicht. Hinzu kommt, dass die Eier der Bettwanzen sehr widerstandsfähig gegen äußere Einflüsse sind. Aus diesem Grund müssen mehrere Behandlungen durchgeführt werden, sodass eine erfolgreiche Bekämpfungsmaßnahme erst nach einigen Wochen abgeschlossen ist. Auch nach einer solchen Maßnahme sollten von den Betroffenen in regelmäßigen Abständen Kontrollen durchgeführt und nach Kotspuren oder Häutungshüllen gesucht werden. Direkt nach einer Behandlung mit einem Insektizid sollten sich die Betroffenen nicht in den Räumen aufhalten (in der Regel handelt es sich dabei um einige Stunden). Allerdings ist es für die Wirksamkeit förderlich, wenn erwachsene, gesunde Personen in Übereinstimmung mit den Anwendungsvorschriften des verwendeten Insektizids weiterhin in den befallenen Zimmern übernachten, da die Bettwanzen nur so aus ihren Verstecken gelockt werden können und über die behandelten Oberflächen laufen.
Bettwanzen können auch durch Aufheizen der befallenen Räume mittels spezieller Öfen auf 50 bis 60 °C bekämpft werden. Bei dieser Methode ist sicherzustellen, dass die Bettwanzen während der Aufheizphase nicht in benachbarte Räume abwandern. Hierfür ist möglicherweise die Ausbringung von insektiziden Barrieren erforderlich.
Regelmäßige sorgfältige Nachkontrollen sowohl vom Schädlingsbekämpfer als auch von Ihnen sind für einen Bekämpfungserfolg unerlässlich.
- Markieren Sie vorhandene Kotspuren auf festen Oberflächen, damit Sie möglicherweise neu abgesetzte Spuren sofort identifizieren kö
- Achten Sie auf Stiche.
- Überprüfen Sie Ihr Bett auf Blutspuren.
- Suchen Sie gezielt nach lebenden Tieren.
- Informieren Sie die Schädlingsbekämpfungsfirma sofort, wenn Sie lebende Tiere oder neue Spuren finden.