Lärm von Windenergieanlagen

Windpark auf einem blühenden Rapsfeldzum Vergrößern anklicken
Windenergieanlagen und Windparks müssen die Immissionsrichtwerte der TA Lärm einhalten.
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Die Geräusche von Windenergieanlagen haben im Wesentlichen aeroadynamische Ursachen, wie die kurzzeitige Verdichtung und Entspannung von Luftmassen, und mechanische Gründe, zum Beispiel Getriebe.

Eine moderne Windenergieanlage auf dem Land hat beträchtliche Ausmaße. Sie hat eine Nabenhöhe bis zu 135 Meter, einen Rotordurchmesser bis zu 126 Meter und eine Nennleistung von bis zu 7,5 Megawatt. Zum Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner sind bei der Errichtung von Windenergieanlagen und Windparks zahlreiche Vorschriften zu beachten.

Windenergieanlagen mit einer Gesamthöhe größer 50 Metern sind Anlagen im Sinne des BImSchG und unterliegen einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigungspflicht. Diese Genehmigung nach BImSchG konzentriert weitere öffentlich-rechtliche Vorschriften, insbesondere Regelungen des:

  • Bauplanungsrechts,
  • Bauordnungsrechts des jeweiligen Bundeslandes,
  • Naturschutzrechts,
  • Luftverkehrsrechts,
  • Straßenverkehrsrechts.

Ein immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren ist sowohl bei der Neuanlage eines Windparks als auch bei einer „Wesentlichen Änderung“ im Zuge des Repowerings notwendig. Jede Windenergieanlage beziehungsweise jeder Windpark muss die Immissionsrichtwerte der TA Lärm einhalten. Darin werden unterschiedlichen Gebieten Immissionswerte zugeordnet. So gelten beispielsweise für allgemeine Wohngebiete tags 55 dB(A) und nachts 40 dB(A). Einzelne Geräuschspitzen dürfen diese Richtwerte am Tag um nicht mehr als 30 dB(A) und nachts um nicht mehr als 20 dB(A) überschreiten (tags: 6:00 bis 22:00 Uhr, nachts: 22:00 bis 6:00 Uhr).

Technische und bauliche Weiterentwicklungen wie zum Beispiel optimierte Rotorblätter, bessere Dämmung der Gondeln, Verringerung der Vibrationen im Getriebe und eine geringere Drehzahl verbesserten die Anlagen in den letzten Jahren zu stetig. Bei Lärmproblemen wenden Sie sich an den Betreiber der Windkraftanlage. Nächster Ansprechpartner ist das örtliche Gewerbe- und Umweltamt.