Pkw-Maut: Vignettenlösung weder gut für die Umwelt, noch gerecht

Auf der Autobahn Richtung Nürnberg stehen Autos im Stau.zum Vergrößern anklicken
Die CO2-Emissionen des Verkehrs müssen sinken; ein geeignetes Pkw-Mautmodell könnte Anreize schaffen
Quelle: Manfred Steinbach / Fotolia.com

FAQ

  • Hilft eine Pkw-Maut-Vignette für ausländische Fahrzeuge bei der Finanzierung der deutschen Verkehrsinfrastruktur?

    Eine Maut, bei der zusätzliches Geld nur von Fahrerinnen und Fahrer aus dem Ausland kommt, bringt dem deutschen Staat keinen ausreichenden finanziellen Nutzen. Das aktuelle Defizit bei der Verkehrsinfrastruktur wird von Experten auf mindestens sieben Milliarden Euro geschätzt. Der jetzige Maut-Vorschlag, bei der inländische Autofahrerinnen und Autofahrer die Maut mit der Kfz-Steuer verrechnet beko… weiterlesen

  • Welche Position hat das UBA zur Nutzerfinanzierung des Verkehrswegenetzes?

    Bevor neue Finanzierungsinstrumente eingeführt werden, sollte entschieden werden, was genau mit dem Geld geschieht.Die finanziellen Mittel sollten dafür eingesetzt werden, das Verkehrswegenetz instandzuhalten. Die Erhaltungsinvestitionen in das Bestandsnetz sollten verlässlich und dauerhaft gesichert sein. Aus UBA-Sicht wird bisher zu viel Geld in weniger vorteilhafte und eher prestigeträchtige Vo… weiterlesen

  • Ist eine Pkw-Maut-Vignette für ausländische Fahrzeuge „gerecht“?

    Das Argument, dass es gerecht wäre, in Deutschland ausländische Autofahrerinnen und Autofahrer zu bemauten, da deutsche Autofahrer auch im Ausland Maut zahlen, ist nicht nachvollziehbar: In den Staaten, in denen es Maut gibt, zahlen auch die Einheimischen Maut und nicht nur die Ausländerinnen und Ausländer oder nur die Deutschen.Ein System, bei dem inländische Autofahrerinnen und Autofahrer zwar e… weiterlesen

  • Wie bewertet das Umweltbundesamt eine Pkw-Maut-Vignette?

    Eine Vignette hat für den Umweltschutz keine Vorteile. Im Gegenteil, sie ist eine Flatrate für das „Vielfahren“ und wirkt im schlimmsten Fall sogar kontraproduktiv: Einmal die Vignette gekauft, setzt sie eher Anreize, das Auto möglichst häufig zu benutzen, um die dafür gezahlte Gebühr auszunutzen.Wenn eine Finanzierung der Kosten für Straßen und Autobahnen durch die Nutzerinnen und Nutzer von der… weiterlesen

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Vignette ist „Flatrate“ für Vielfahrer

Der jetzige Vorschlag des Bundesverkehrsministers für eine Pkw-Maut ist aus Sicht des Umweltbundesamtes die falsche Lösung. Denn die Kosten für die Jahresvignette, die später bei inländischen Autofahrerinnen und Autofahrern wieder mit der Kfz-Steuer verrechnet werden, sind im Endeffekt für alle gleich hoch, unabhängig davon, wie häufig und wie viel die Straßen und Autobahnen genutzt werden. UBA-Präsidentin Maria Krautzberger: „Sinnvoller wäre ein System wie in Frankreich oder Italien gewesen, wo bei der Berechnung der zurückgelegte Weg berücksichtigt wird. Dazu muss man heute nicht mehr an einer Mautstation anhalten. Es gibt technische Systeme, die automatisch abrechnen.“ Um die fehlende Lenkungswirkung der Vignette hin zu einem umwelt- und klimaverträglicheren Verkehr etwas abzumildern, sollten die Maut-Erlöse nicht nur in die Straßen, sondern auch in die Erneuerung des Schienennetzes fließen.

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