Gut für Klima & Kosten: Intelligente Abwärmenutzung in Betrieben

Anlage aus Metall mit einem großen Behälter und zahlreichen Rohren zum Vergrößern anklicken
Die neuen Wärmepumpen heben bei der SWISS KRONO GmbH die Abwärme auf ein nutzbares Temperaturniveau.
Quelle: SWISS KRONO GmbH

In vielen Produktionsstätten entweicht Abwärme ungenutzt während andererseits kostenintensiv Energie zugeführt wird. Dass diese Abwärme sinnvoll genutzt werden kann – auch wenn sie nicht die nötige Temperatur aufweist – zeigt ein nun abgeschlossenes Projekt des Umweltinnovationsprogramms in einem Werk zur Herstellung von Grobspanplatten (OSB).

Bei der SWISS KRONO GmbH am Standort Heiligengrabe in Brandenburg blieb bis vor kurzem die Abwärme aus dem Abgas des firmeneigenen ⁠Biomasse⁠-Heizkraftwerkes ungenutzt, während die Kosten für die energieintensive Produktion der OSB-Platten stetig stiegen. Mit Förderung des Umweltinnovationsprogrammes gelang es schließlich, die Abwärme trotz des eigentlich zu niedrigen Temperaturniveaus für die Trockungsprozesse nutzbar zu machen.

Die Firma ergänzte ihr Trocknungskonzept um eine Vortrockung der groben Holzspäne. Für die notwendige Temperaturerhöhung der Abwärme sorgen heute zwei Wärmepumpen. Energie für die Pumpen und andere Zwecke liefert ein neues Blockheizkraftwerk.

Der Einsatz von Erdgas konnte deutlich reduziert werden. Im Vergleich zum branchenüblichen Trocknungskonzept werden in den nächsten Jahren etwa 12.300 Megawattstunden Primärenergie und 6.600 Tonnen klimaschädliches CO2 eingespart werden.

Das neuartige Konzept ist auf viele Betriebe übertragbar, bei denen Abwärme auf nicht nutzbarem Temperaturniveau anfällt und Bedarf an Wärme mit höherer Temperatur besteht.

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