Zielsetzung
Für das 30-ha-Ziel gibt es eine Reihe von Begründungen: Zum einen ist Flächenverbrauch ein ökologisches Problem, da die Verfügbarkeit von Freiflächen die Bereitstellung von Ökosystemdienstleistungen beeinflusst und wertvolle landwirtschaftlich genutzte Böden zerstört. Zum anderen müssen bei weiter steigender Siedlungs- und Verkehrsfläche die damit einhergehenden Infrastrukturfolgekosten wie z.B. Betriebs-, Instandhaltungs- und Erneuerungskosten der Infrastruktur, die aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland in Zukunft auf immer weniger Köpfe verteilt werden müssen. Zusätzlich bestehen starke Anreize für Gemeinden für Flächenausweisung, wodurch es zu ineffizienten Flächenausweisungen kommt. Ausgehend vom Flächensparziel muss man aber fragen, mit welchem Instrument die Entscheidungen und die Freiheit der Kommunen am wenigsten beeinträchtigt werden. Das ist bei ökonomischen Instrumenten der Fall, zu denen handelbare Flächenzertifikate zählen.