Besser und günstiger: Papierfabrik optimiert Abwasserbehandlung

eine Reihe Betonbecken mit schmutzigen, aufgeschäumten Wasserzum Vergrößern anklicken
Biofilter, in denen durch Ozon partiell oxidierte organische Verbindungen biologisch abgebaut werden
Quelle: Wolfgang Haase / UPM Plattling

Mit einer zusätzlichen nachgeschalteten Reinigungsstufe mit Ozon- und Biofiltrationsverfahren können betriebliche und kommunale Kläranlagen die Belastung ihrer Abwässer mit organischen Stoffen und kritischen Spurenstoffen erheblich reduzieren. Dass dies mit deutlich geringerem Energie- und Kostenaufwand möglich ist als bisher, zeigte ein Projekt des Umweltinnovationsprogramms.

Die Demonstrationsanlage in einer süddeutschen Papierfabrik zeichnet sich durch eine effiziente Ozonerzeugung sowie die vollständige Ozonausnutzung von 99,9 Prozent aus. Die Betriebskosten fielen deshalb um 25 Prozent geringer aus als bei bisherigen Ozonanlagen. Das Abwasser war am Ende erheblich weniger mit organischen Stoffen belastet und es fielen 80 Prozent weniger Schlamm an. Auch Spurenstoffe wie Bisphenol A und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) konnten reduziert werden. Das entlastet die Gewässer und bringt weniger gesundheitlich bedenkliche Substanzen in die Umwelt.