Versorgungssicherheit in Deutschland, Frankreich und der EU
Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Deutsch-Französischen Büros für die Energiewende (DFBEW) organisiert dieses in Kooperation mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), dem französischen Ministerium für Wirtschaft, Finanzen sowie industrielle, energetische und digitale Souveränität (MEFSIEN) und dem Auswärtigen Amt die 8. Ausgabe des Deutsch-Französischen Energieforums.
Am 22. Januar 2026, im Rahmen des Deutsch-Französischen Tages und des 20-jährigen Bestehens des Deutsch-Französischen Büros für die Energiewende (DFBEW), organisiert dieses in Kooperation mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), dem französischen Ministerium für Wirtschaft, Finanzen sowie industrielle, energetische und digitale Souveränität (MEFSIEN) und dem deutschen Auswärtigen Amt (AA) die achte Ausgabe des Deutsch-Französischen Energieforums zum Thema:
Versorgungssicherheit in Deutschland, Frankreich und der EU:
Bedarfe, Netzausbau und Interkonnektoren
Faktoren wie der aktuelle geopolitische Kontext, der weltweit steigende Strombedarf und die zunehmende Integration erneuerbarer Energien in das Netz, machen eine Stärkung der Versorgungssicherheit erforderlich. Zu diesem Zweck entwickeln die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten Strategien und erlassen Rechtsvorschriften, um die Netze auszubauen und den Stromhandel zu intensivieren. Auf europäischer Ebene müssten laut dem zehnjährigen Netzentwicklungsplan von 2024 bis 2030 zusätzliche grenzüberschreitende Kapazitäten von 88 GW und Speicherkapazitäten von 56 GW geschaffen werden, um das europäische Stromnetz zu stärken. Der Ausbau der Übertragungsnetze und deren Finanzierung stellen ebenfalls eine große Herausforderung für die Versorgungssicherheit dar.
Die auf der 25. Sitzung des Deutsch-Französischen Ministerrats am 29. August in Toulon verabschiede deutsch-französische Wirtschaftsagenda, unterstreicht die Bedeutung der bilateralen Zusammenarbeit im Energiebereich. Beide Regierungen haben insbesondere den Wunsch geäußert, ihre Zusammenarbeit bei grenzüberschreitenden Energieinfrastrukturprojekten zu verstärken.
All diese Themen werden im Mittelpunkt des deutsch-französischen Energieforums stehen. Experten und Entscheidungsträger aus Politik, Industrie, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft werden insbesondere folgende Fragen erörtern:
- Wie steht es um die europäische Versorgungssicherheit und welche Szenarien gibt es hinsichtlich der Stromnachfrage und der Netzentwicklung?
- Wie hoch sind die Kosten der Dekarbonisierung im Vergleich zu denen der Abhängigkeit von fossilen Energien?
- Wie kann die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Entwicklung der Netze gewährleistet werden?
- Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich im Zusammenhang mit Systemdienstleistungen, Demand-Side-Management und Flexibilität?
- Wie kann die Angemessenheit der Ressourcen in Bezug auf industrielle Kapazitäten, Finanzierung und Refinanzierung des Netzes sichergestellt werden?
Der Vormittag ist der europäischen Perspektive und den Zukunftsszenarien in Bezug auf Stromnachfrage und Netzausbau gewidmet, während sich die Konferenz am Nachmittag mit der Sicherheit, Zuverlässigkeit und dem Netzausbau befasst. Abschließend wird es um die Dimensionierung und Finanzierung des zukünftigen Energiesystems gehen.
Das deutsch-französische Energieforum findet ausschließlich online statt und wird vollständig simultan auf Französisch, Deutsch und Englisch übersetzt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung jedoch erforderlich.
Veranstaltungswebseite des Energieforums des DFBEW mit Programm und Anmeldung


