Fundament für ein ökologisches Vorbild

Grundsteinlegung zum Erweiterungsbau in Dessau-Roßlau

UBA-Präsidentin Maria Krautzberger und Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth stehen auf dem Fundament der Baustelle und spachteln das letzte Loch mit der Zeitkapsel zu.zum Vergrößern anklicken
Grundsteinlegung für den UBA-Erweiterungsbau am 08.04.2016 in Dessau-Roßlau
Quelle: Martin Stallmann / Umweltbundesamt

Am Freitag, dem 8. April 2016, wurde der Grundstein für den Erweiterungsbau des Umweltbundesamtes (UBA) im Dessauer Gasviertel gelegt. Das vom Berliner Architekturbüro „Anderhalten Architekten“ entworfene Plus-Energie-Gebäude wird – wie das Haupthaus – ein ökologischer Bau der besonderen Art. Die benötigte Energie erzeugt das Haus zu 100 Prozent selbst – durch Photovoltaik und Erdwärme. Zudem kommen umweltverträgliche Baustoffe wie Recyclingbeton und Hanfdämmung zum Einsatz.

Vor fast 14 Jahren wurde nur wenige Meter weiter der Grundstein für das Hauptgebäude des UBA gelegt. Dieses gilt bis heute als ein ökologischer Musterbau. Auch der neue Erweiterungsbau will wieder Vorbild sein, der neue Standards bei Bundesbauten setzt. Es entsteht ein Plus-Energie-Gebäude, welches sich im Betrieb komplett selbst mit erneuerbaren Energien versorgt. Auf dem gesamten Gelände wird daher nicht mehr Energie verbraucht als vorher – trotz des neuen Gebäudes mit etwa einhundert Arbeitsplätzen und einem großen Konferenzbereich. 
Noch eine Besonderheit: Die gesamte Baustelle wird umweltfreundlich mit zertifiziertem Strom aus Wasserkraft betrieben.

Einziehen werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die seit 2008 nicht mehr im UBA-Hauptgebäude, sondern im Fürst Leopold Carré in angemieteten Büros arbeiten müssen. Nun werden die Arbeitsplätze mit kurzen Wegen auf einem Grundstück errichtet.

Das Hauptgebäude hat bereits einen vergrößerten und neu gestalteten Eingangsbereich erhalten, der dem Erweiterungsbau gegenüber liegt. Nun beginnen die Rohbauarbeiten. Noch in diesem Jahr findet das Richtfest statt. Im Frühjahr 2017 soll die Fassade fertiggestellt sein. Nach geothermischen Bohrungen zur Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes wird im Herbst 2017 die Gestaltung der Außenanlagen beginnen. Der Einzug ist für Ende 2017 vorgesehen. Dann startet auch das betriebsbegleitende Monitoring , um die Haustechnik zu optimieren und zu schauen, ob das Ziel „Plus-Energie-Haus“ tatsächlich erreicht wird und wo es Optimierungsbedarf gibt.

Das Gebäude wird im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, dem Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt und der Landesbauverwaltung Sachsen-Anhalt errichtet und 13,5 Millionen Euro kosten.

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