Geschichte der Polarforschung
Die Geschichte der Polarforschung ist eng mit den Entdeckungsfahrten des 19. und 20. Jahrhunderts verbunden. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts erkannten Forscher die Bedeutung der arktischen Forschung für globale Zusammenhänge: Das erste Internationale Polarjahr fand 1882-1883 als gemeinsames Forschungsunternehmen von elf europäischen Staaten und der USA auf arktischem Terrain statt. Die international koordinierten Polarforschungsprojekte fokussierten sich auf meteorologische und geomagnetische Untersuchungen sowie die Erforschung von Polarlichtern. Die überaus erfolgreiche Kooperation führte dazu, dass bis heute insgesamt vier internationale Polarjahre durchgeführt wurden, zuletzt von März 2007 bis März 2009.
Die Bandbreite arktischer Forschungsthemen ist groß und reicht von Klimatologie, Biologie, Ozeanographie, Geologie, Glaziologie über Astronomie und Meteorologie bis hin zu sozialwissenschaftlicher und medizinischer Forschung. Zahlreiche permanente Forschungsstationen, temporäre Feldlager, Eisdriftstationen auf größeren Eisschollen, der Einsatz von Forschungsschiffen und Satelliten sowie beispielsweise Untersuchungen und Probennahmen in den Siedlungsgebieten gehören zur Bandbreite der eingesetzten wissenschaftlichen Methoden. Zur Förderung der Forschung wurde unter anderem ein Hochschulnetzwerk mit der virtuellen Universität der Arktis aufgebaut.