Forschen für Ihre Gesundheit
Die Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit, GerES (bisher Umwelt-Survey genannt) ist die größte Studie zur Schadstoffbelastung der Bevölkerung in Deutschland. In den einzelnen Erhebungen prüft das Umweltbundesamt regelmäßig, mit welchen potenziell schädlichen Substanzen und Umwelteinflüssen (etwa Chemikalien oder Lärm) die Menschen hierzulande in Berührung kommen. Analysiert wird
- wie hoch die Belastung durch einzelne Umwelteinflüsse ist,
- woher einzelne Schadsubstanzen stammen,
- über welche Wege sie in den menschlichen Körper gelangen,
- und unter welchen Umständen sich einzelne Umwelteinflüsse negativ auf die Gesundheit des Menschen auswirken können.
Bis zu 5.000 Personen nehmen an den einzelnen Erhebungen teil. Durch die große Anzahl und gezielte Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind die Ergebnisse repräsentativ; das heißt, aus ihnen lässt sich auf die Umweltbelastung der gesamten Bevölkerung schließen. So dienen die Studienergebnisse auch als Entscheidungsgrundlage für Regeln und Gesetze zum Schutz von Mensch und Umwelt.
Die erste Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit fand zwischen 1985 und 1986 statt. Damals wurde die Belastung von Erwachsenen in Westdeutschland untersucht. Seither gab es drei weitere Studien. 1991 konnte zum ersten Mal die Bevölkerung in Ostdeutschland einbezogen werden, zwischen 2003 und 2006 analysierte das UBA in der Deutschen Umweltstudie zur Gesundheit von Kindern (ehemals Kinder-Umwelt-Survey (KUS) genannt) erstmals ausschließlich die Belastung von Kindern. Auch in der aktuellen Deutschen Umweltstudie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, GerES 2014-2017 steht wieder die junge Generation im Mittelpunkt. Die Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit ist Teil des bundesweiten Gesundheitsmonitorings des Robert Koch-Instituts (RKI).