Hitzebelastung
Extreme Hitzeereignisse können direkte Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben, wobei deren Wirkung entscheidend von ihrer Häufigkeit, Intensität und Dauer abhängt. Außerdem kann die Anpassungsfähigkeit des Körpers durch Vorerkrankungen (z. B. Diabetes) und Medikamenten- und Genussmittelkonsum beeinträchtigt werden. Besonders das menschliche Herz-Kreislauf-System wird durch extrem hohe Temperaturen stark beansprucht und kann im Extremfall zum Tod führen.
Betroffen von der Hitzebelastung sind insbesondere ältere Menschen, da sich mit fortschreitendem Alter der Anpassungsprozess zur Thermoregulierung der Köpertemperatur verlangsamt und die Fähigkeit zur körperlichen Wärmeabgabe abnimmt. Mit dem demografischen Wandel und einer älter werdenden Gesellschaft steigt deshalb das Risikopotenzial in der Bevölkerung.
Als weitere gesundheitliche Belastungen können Stress, psychische Störungen, Angstzustände oder Depressionen auftreten. Der Hitzestress vermindert die körperliche Leistungsfähigkeit und wirkt sich so auch nachteilig auf die gesellschaftliche Produktivität in Industrie und Gewerbe aus.
Die Hitzebelastung wird zunehmen. Ursache dafür ist nicht nur die steigende Anzahl von Hitzeperioden im Jahr und ihre längere Dauer. Die Verdichtung von Innenstädten und die zunehmende Konzentration der Bevölkerung in größer werdenden Ballungszentren tragen ebenfalls dazu bei. Die Verdichtung von Innenstädten wird den Wärmeinseleffekt weiter verstärken, während das Wachstum der Städte ins Umland die Fläche der Wärmeinseln vergrößert.
Indikatoren aus dem Monitoring zur DAS: Hitzebelastung, Hitzebedingte Todesfälle