DAS-Handlungsfeld Verkehr, Verkehrsinfrastruktur

Nahaufnahme einer frischen Rutschung an einer Asphaltstraße.zum Vergrößern anklicken
DAS-Handlungsfeld Verkehr
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Monitoringbericht 2019 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel

Verkehr, Verkehrsinfrastruktur

Wetter- und Witterungsextreme haben in den vergangenen Jahren immer wieder größere Verkehrsstörungen verursacht. Diese Ereignisse werden zunehmend mit den sich ändernden klimatischen Bedingungen in Verbindung gebracht und zeigen, dass mögliche Klimawandelfolgen die Verkehrsträger Straße und Schiene sowie die Binnen- und Seeschifffahrt gleichermaßen betreffen werden.

Wenn die Bahn- und kommunale Verkehrsunternehmen auf bestimmten Strecken und in bestimmten Stadtgebieten den Nah- und Fernverkehr einstellen müssen, hat dies oft flächendeckende Auswirkungen. So betraf es im Herbst 2017, ausgelöst durch Sturmtief Xavier, den Nahverkehr von Berlin und Hamburg sowie den Bahnverkehr von Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen, Teilen Mecklenburg-Vorpommerns und die wichtigen Fernverkehrsstrecken Berlin-Hamburg sowie Berlin-Hannover. Auf Autobahnen kommt es immer wieder zu Streckensperrungen, die durch Hitzeschäden wegen sogenannter Blow-Ups verursacht werden. Dies geschieht an älteren, in Betonbauweise ausgeführten Autobahnen, bei denen sich die Betonplatten ausdehnen und infolge der entstehenden Spannungen ruckartig anheben. Auch Überschwemmungen machen Streckensperrungen notwendig, wie in Folge der Hochwasser an Donau und Elbe im Jahr 2013, als größere Teilstücke der Autobahnen A 3 und A 8 in Bayern wegen Überschwemmung gesperrt werden mussten. Im Spätsommer 2018 war die Binnenschifffahrt am Rhein starken Einschränkungen infolge von Niedrigwasser unterworfen.

Bislang bestehen noch größere Unsicherheiten, welche Auswirkungen des Klimawandels für den Verkehrsbereich besonders relevant sind. Aus diesem Grund setzen sich verschiedene Bundesbehörden in eigens aufgelegten Forschungsprogrammen mit den möglichen Klimawandelfolgen für den Verkehrssektor auseinander und untersuchen mögliche Handlungsoptionen. Ein Ziel der Untersuchungen ist es, zu klären, welche Maßnahmen vordringlich sind, damit das Verkehrssystem auch zukünftig den Anforderungen einer mobilen Gesellschaft gerecht werden kann.

Auswirkungen des Klimawandels

VE-I-1 + 2: Hochwassersperrungen und Niedrigwassereinschränkungen am Rhein

VE-I-3: Starkregen und Straße

VE-I-4: Witterungsbedingte Verkehrsunfälle

VE-I-5: Beeinträchtigung von Straßen durch außergewöhnliche Ereignisse