Bereits beim Einkauf sollte auf unversehrte Verpackungen geachtet werden. Lebensmittel sollten übersichtlich gelagert und Vorräte regelmäßig auf einen Befall kontrolliert werden. Wird es zu viel und zu unübersichtlich, können Lebensmittel vergessen werden und unbemerkt verderben. Außerdem werden eingeschleppte Schädlinge so erst bemerkt, wenn sich bereits eine ganze Population ausgebreitet hat und zum Beispiel erwachsene Lebensmittelmotten ausschwärmen. Je früher ein Befall bemerkt wird, umso besser sind Gegenmaßnahmen ohne biozidhaltige Schädlingsbekämpfungsmittel umzusetzen.
Grundsätzlich gilt: Keine offenen Verpackungen lagern! Nach dem Öffnen sollten Mehl, Müsli, Kekse & Co. in dichte Behälter aus Glas, Keramik oder Kunststoff umgepackt werden. Dabei ist auf Anzeichen eines möglichen Schädlingsbefalls wie Gespinste, Insekteneier oder Larven zu achten. Sollten Lebensmittel doch mit Schädlingen wie Käfer- oder Mottenlarven befallen sein, müssen diese Produkte entsorgt werden., Die Umgebung (zum Beispiel Vorratsschränke) sollten großräumig gereinigt und andere Vorräte in der Nähe genauestens auf einen Befall untersucht werden.
Bestimmte Obstsorten wie Äpfel geben Reifungsgas (Ethylen) ab, dass die Reifung und Alterung von Gemüse und anderen Obstsorten wie Bananen beschleunigen und somit zum rascheren Verderb beitragen kann. Dies lockt Fliegen und andere Schädlinge an. Deshalb sollte Obst wie Äpfel stets getrennt von anderen Obst- und Gemüsewaren gelagert werden.
Bei verpackten Lebensmitteln finden sich Informationen zur geeigneten Lagerung am Etikett (Aufbewahrungsort, -temperatur und -dauer). Diese Empfehlungen sollten befolgt werden. Bei dem Mindesthaltbarkeitsdatum handelt es sich um eine Herstellergarantie, die besagt, dass ein Lebensmittel bei richtiger Lagerung mindestens bis zu diesem Datum haltbar ist. Das Produkt kann aber auch nach Ablauf dieser Frist noch einwandfrei und für den Verzehr geeignet sein. Vor dem Verzehr abgelaufener Lebensmittel sollte der Zustand geprüft werden. Bei unangenehmem Geruch oder Schimmel ist das Lebensmittel nicht mehr genießbar und muss sofort entsorgt werden.
Im Alltag sollten auch kurzfristig aufbewahrte Lebensmittel nicht offenstehen, sondern immer verschlossen aufbewahrt oder mit Gazehauben abgedeckt werden. Abfall- und Komposteimer sollten abgedeckt und täglich entleert werden, bevor dort Schädlinge Eier ablegen können oder Nagetiere angelockt werden. Kompost und Biomülltonne sollten möglichst weit von Fenstern entfernt aufgestellt werden.
Diese Empfehlungen gelten auch für die Vorratslagerung von Haustierfutter.