Umweltfreundliche Beschaffung
Die öffentliche Hand kauft im Jahr für rund 500 Milliarden Euro ein – von Bleistiften bis zu Bussen für den öffentlichen Personennahverkehr. Diese erhebliche Nachfragemacht lässt sich bewusst nutzen, um Umweltbelastungen zu reduzieren, das Angebot umweltfreundlicher Produkte und Dienstleistungen zu verbessern oder die Markteinführung innovativer umweltfreundlicher Produkte gezielt zu unterstützen.
Umweltfreundliche Beschaffung
Dienstleistungen nachhaltig beschaffen
Die Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung (KNB) beim Beschaffungsamt des BMI (BeschA) hat einen Projektbericht zur Frage, wie Nachhaltigkeit bei öffentlichen Vergaben von Dienstleistungen berücksichtigt werden kann, veröffentlicht. Der Bericht vermittelt Grundlagen, beleuchtet konkrete Kriterien und zeigt Anwendungsfälle in den Bereichen Transport und Kurier sowie IT-Weiterbildung auf.
Info-Flyer: Umweltfreundliche öffentliche Beschaffung
Der Flyer „Umweltfreundliche öffentliche Beschaffung – umweltentlastend und kostensparend“ des Umweltbundesamtes gibt einen Überblick, welche Vorteile eine umweltfreundliche Beschaffung bietet, wie sie in der Praxis umgesetzt werden kann und wo weiterführende Informationen angeboten werden.
Blauer Engel mit neuem und überarbeiteten Umweltzeichen
Die Jury Umweltzeichen hat auf ihrer Sitzung am 10. und 11. Dezember 2024 Kriterien für ein neues Umweltzeichen Blauer Engel für Fugenmaterial für Pflastersteine und Terrassenplatten (DE-UZ 238) beschlossen. Für mehrere Produktgruppen wurden die Kriterien aktualisiert.
Neuer Leitfaden für nachhaltige Beschaffung in Hamburg
Die Stadt Hamburg hat ihren Umweltleitfaden zu einem Nachhaltigkeitsleitfaden weiterentwickelt. Der vom Senat der Stadt beschlossene Leitfaden für den öffentlichen Einkauf enthält konkrete Regeln und Vorgaben für die Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen. Wichtige Kriterien sind unter anderem Kreislauffähigkeit, die Langlebigkeit von Produkten und soziale Nachhaltigkeitsaspekte.
Evaluierung und Überarbeitung der EU-Vergaberichtlinien
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat in ihren politischen Leitlinien für die Jahre 2024 – 2029 eine Überarbeitung der Richtlinien für das öffentliche Auftragswesen angekündigt. Zur Evaluierung der Richtlinien führte die EU-Kommission eine öffentliche Konsultation durch und setzte zur fachlichen Unterstützung bei der Überarbeitung der Richtlinien eine Stakeholder-Expertengruppe ein.
Nachhaltige Fuhrparks – Instrumente für die Beschaffungspraxis
Das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) hat im Auftrag der DBU sowie der Bundesländer Brandenburg und Berlin praxisnahe Instrumente entwickelt, die Bedarfsträger und Beschaffungsstellen dabei unterstützen, Emissionen und Ressourcenverbrauch von öffentlichen Fuhrparks zu reduzieren.
Aufgaben und Arbeitsweise des IMA nöB
Der Interministerielle Ausschuss für nachhaltige öffentliche Beschaffung (IMA nöB) unter Federführung des BMI und BMWK besteht seit 2022. Welche Ziele und Aufgaben hat er und wie ist er organisiert? Auf einer neuen Internetseite des BMI gibt es Antworten auf diese und weitere Fragen.
Klima- und Ressourcenschutz in der öffentlichen Beschaffung
Das Bundes-Klimaschutzgesetz und das Kreislaufwirtschaftsgesetz verpflichten öffentliche Auftraggeber des Bundes, Klimaschutz- und Ressourcenschutzaspekte in Vergabeverfahren zu berücksichtigen. Eine neue Publikation des UBA enthält eine grundlegende rechtliche Betrachtung und Auslegung beider Gesetze sowie Hinweise und Empfehlungen zu ihrer Operationalisierung in Vergabeverfahren.