Meere und Polargebiete schützen, Küsten langfristig sichern
UBA und AWI fordern: Anstrengungen im Klima- und Meeresschutz verstärken und Risiken für Küstenräume verringern.
Wasser ist Grundlage allen Lebens. Bäche, Flüsse, Seen, Feuchtgebiete und Meere sind Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren. Das Grundwasser ist Trinkwasserspender und Lebensraum zugleich. Wasser trägt zur Lebensqualität bei: für unsere Ernährung, die tägliche Hygiene und für Freizeitaktivitäten. Außerdem ist Wasser als Energiequelle, Transportmedium und Rohstoff ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. In Zeiten zunehmender Konkurrenzen um Wasser ist ein effektiver Schutz und der schonende Umgang mit dieser Ressource Voraussetzung für biologische Vielfalt und nachhaltige Nutzungen.
UBA und AWI fordern: Anstrengungen im Klima- und Meeresschutz verstärken und Risiken für Küstenräume verringern.
Wird Klärschlamm als Dünger eingesetzt, gelangen neben Schwermetallen und organischen Schadstoffen, auch Arzneimittelrückstände wie Antibiotika auf die Felder. Das schadet Bodenorganismen und fördert die Verbreitung mehrfachresistenter Bakterien in der Umwelt. Eine UBA-Studie zeigt, dass sich Arzneimittelrückstände im Klärschlamm durch technische Phosphorrückgewinnung deutlich vermindern lassen.
Jedes Jahr nutzen Millionen Besucher die öffentlichen und gewerblichen Frei- und Hallenbäder. Neben dem hohen Freizeitwert fördert Schwimmen und Baden das gesundheitliche Wohlbefinden. Wenn sich viele Menschen gleichzeitig in einem Schwimm- und Badebecken aufhalten, bedarf es besonderer Vorkehrungen, damit es nicht zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Besucherinnen und Besucher kommt.
Die Europäische Umweltagentur (EUA) hat im Mai einen Bericht zum Zustand der Europäischen Meeresgewässer veröffentlicht. Demnach werden 84 Prozent der überwachten Meeresgebiete wegen ihrer Schadstoffbelastung als Problemgebiete eingestuft. Der Bericht wurde vom Europäischen Themenzentrum Binnen-, Küsten- und Meeresgewässer mit der EUA erarbeitet.
Nach einer aktuellen Auswertung der Daten von mehr als 14.000 Messstellen für den Zeitraum 2013 bis 2016 ist die Belastung des Grundwassers mit Pflanzenschutzmitteln und deren relevanten Abbauprodukten deutlich zurückgegangen. Das liegt aber vor allem daran, dass Wirkstoffe nicht mehr zugelassen sind. Die Belastung mit noch zugelassenen Stoffen ist dagegen gleichbleibend hoch.
Die Wasserqualität der Flüsse, der Meere und des Grundwassers in Europa ist bedroht. Schad- und Nährstoffe aus der Landwirtschaft, zu wenig Fläche für Flüsse, Plastikmüll in den Meeren und der Klimawandel belasten unsere Gewässer. Die Europäische Umweltagentur widmet sich in der neuen Ausgabe „Signale 2018“ nun den bestehenden Herausforderungen rund um das Schwerpunktthema Wasser.
Ammoniak ist in Deutschland die Nummer 1 der Luftschadstoffe aus Betrieben und stammt hauptsächlich aus der Intensivtierhaltung. Schadstoffe im Abwasser gehen hauptsächlich aufs Konto der Lebensmittel- und Chemischen Industrie. Und größter CO2-Emittent ist die Energiewirtschaft. Dies und mehr zeigen die aktuellen Daten des Schadstofffreisetzungs- und Verbringungsregisters (PRTR).
Artenvielfalt und Lebensräume in den Meeren müssen weltweit besser geschützt werden – darauf macht der Welttag der Ozeane am 8. Juni aufmerksam. Gemeinsam mit anderen Bundes- und Länderbehörden arbeitet das UBA an einem umfassenden und effektiveren Schutz der Meere, denn auch Nord- und Ostsee sind in keinem guten Zustand.
Neues UBA-Papier: Zahlen, Hintergründe, Forschungsbedarf und Maßnahmen gegen die Plastikflut.
Seit dem 3. Januar 2018 können Wasserversorger in Deutschland optional ihre Probennahmeplanung basierend auf den Ergebnissen einer Risikobewertung anpassen. Um die Umsetzung der sogenannten “Risikobewertungsbasierten Anpassung der Probennahmeplanung (RAP)“ zu unterstützen, stellt das Umweltbundesamt seit Dezember 2018 kostenlose Schulungsmaterialien zur Verfügung.
Alle Fische wandern in den Gewässern. Auf ihrem Weg flussabwärts können sie an Turbinen von Wasserkraftwerken verletzt und getötet werden. Um die europäischen Gewässerschutzziele zu erreichen, überlegen Wasserkraftbetreiber, Fachleute aus Wissenschaft, Behörden und Verbänden im „Forum Fischschutz und Fischabstieg“, wie diese Schäden vermieden werden können. Die Ergebnisse sind online nachzulesen.
Schwermetalle, Arzneimittelrückstände, Kunststoffreste: Klärschlamm aus der Abwasserbehandlung enthält viele Schadstoffe. Bis vor wenigen Jahren wurden die Schlämme zum Großteil in der Landwirtschaft als Dünger verwendet. Heute wird mehr als die Hälfte thermisch behandelt, also verbrannt. Eine UBA-Broschüre informiert zu Entsorgungswegen und zum Stand der Klärschlammbehandlung und -verwertung.