Umweltfreundliche Pakete packen

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Recyclingpapier und recycelbare Materialien sind die beste Wahl
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Rund um Weihnachten werden besonders viele Päckchen und Pakete quer durch Deutschland geschickt. Umweltgerechte Verpackungen schützen Umwelt und Gesundheit.

Weltweit werden immer mehr Pakete verschickt. 2020 wurden in Deutschland 4,1 Milliarden Pakete versendet – umgerechnet 49 pro Person. Weltweit ist das Paketvolumen im Jahr 2020 auf 131 Milliarden Pakete gewachsen (Quelle: Pitney Bowes Parcel Shipping Index).

Vermeidung und Minimierung von Verpackungen

Zwei Trends, die auch rund um Weihnachten zu einem höheren Verpackungsverbrauch führen, sind kleinteilig verpackte Produkte und der zunehmende Versandhandel. Viele Geschenke werden mittlerweile online bestellt und einzeln in Einwegversandverpackungen geliefert.

Bereits genutzte Verpackungen mehrfach zu verwenden, lohnt sich nicht nur doppelt, sondern dreifach. Erstens werden die Umweltbelastungen vermieden, die mit der Herstellung verbunden sind. Zweitens fällt kein zusätzlicher Abfall an und günstiger ist es obendrein auch noch. Auf die Größe kommt es auch an: Unnötig große Verpackungen brauchen zusätzliches Polstermaterial und transportieren "Luft".

Recyclingpapier und recycelbare Materialien sind die beste Wahl

Ein essentielles Instrument für die Vermeidung von Abfällen von Einwegverpackungen sind Mehrwegsysteme. Auch im Versandhandel werden zunehmend Mehrwegverpackungssysteme angeboten. Jetzt ist es wichtig, diese Angebote bei Bestellungen zu nutzen, damit die Systeme weiter ausgebaut werden können.

Verpackungen aus Recyclingmaterialien sind am umweltfreundlichsten. Im Vergleich zu Frischfaserpapier muss für recyceltes Papier kein neues Holz geschlagen und nicht so intensiv gebleicht werden. Bei der Herstellung wird nur die Hälfte an Energie und zwischen einem Siebtel bis einem Drittel der Wassermenge von Frischfaserpapier benötigt. Besonders empfehlenswert: Recyclingpapier mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel".

Sollten sich Kartons oder Papierverpackungen aus Frischfasern nicht vermeiden lassen, kann man auf nachhaltige Fasern achten. Orientierungshilfe bieten zum Beispiel das FSC-Warenzeichen oder das PEFC-Siegel, das garantiert, dass Holz- und Papierprodukte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen.

Auch Verpackungen aus Kunststoff gibt es mit hohen Anteilen an Recyclingkunststoff. Verpackungen aus Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) lassen sich auch gut recyceln, während Verpackungen aus Polyvinylchlorid (PVC) in der Regel nicht recycelt werden und oft Weichmacher enthalten. Kombinierte Materialien, zum Beispiel Papier und Kunststoff, erschweren das Recycling von Verpackungen.

Geschenke umweltfreundlich einpacken

Die meisten Geschenke werden extra in Geschenkpapier oder anderen Einweggeschenkverpackungen verpackt. Man kann stattdessen wiederverwendbare Verpackungen einzusetzen, zum Beispiel Taschen, Beutel und Tücher als Verpackungen für Geschenke. Auch Seiten von bereits gelesenen Zeitschriften oder Zeitungen können dekorativ sein und Geschenkpapier ersetzen.

Wenn es dennoch Geschenkpapier sein soll, kann man auf Papier mit dem Blauen Engel achten. Wichtig ist, dass Geschenkpapier aus Recyclingpapier bestehen sollte und nicht mit anderen Materialien wie zum Beispiel Aluminium und Kunststoff beschichtet sein sollte.

Gefährliche Chemikalien vermeiden

Versandverpackungen, die besonders besorgniserregende Chemikalien enthalten, sollten Sie in jedem Fall vermeiden. Dazu gehören zum Beispiel Verpackungen, die mit bestimmten Weichmachern versetztes PVC enthalten. Diese Weichmacher machen Verpackungen weich, biegsam oder dehnbar. Einige dieser Stoffe können den Hormonhaushalt und die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. Beim Einsatz des Trockenmittels Silicagel, das beispielsweise in Form von kleinen Päckchen in neuen Handtaschen zu finden ist, sollten geeignete Varianten ohne den blauen Feuchtigkeitsindikator Cobalt–(II)-chlorid verwendet werden, da dieser krebserzeugend ist. Über weitere gefährliche Chemikalien informiert die REACH-Kandidatenliste.

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