1. Nutzung der Bestandsaufnahmen für kommunale Entwicklungsprozesse
Im Rahmen des Projektes sind als Grundlage für die weitere Arbeit Bestandsaufnahmen in den Modellkommunen notwendig, die mit Unterstützung durch das Gutachterteam durchgeführt werden können. Anschließend können die erarbeiteten Ergebnisse auch für kommunale Entwicklungsprozesse genutzt werden: Eine Erfassung der Innenentwicklungspotentiale, also der Brachflächen und Baulückenbestände, ermöglicht beispielsweise eine zielgerichtete Entwicklung des Innenbereichs, die am Bedarf orientiert ist und das Ortsbild aufwertet. Ebenso kann deutlich werden, wo die Kommune im Innenbereich planerisch tätig werden könnte oder sollte. Eine Aufnahme der geplanten städtebaulichen Projekte und Maßnahmen, deren Bereitstellung in einem Erfassungstool und vor allem ihre fiskalische Bewertung werden eine Abwägung der unterschiedlichen Projekte und Maßnahmen untereinander ermöglichen. Durch diese Informationsbasis können die Kommunen den (politischen) Entscheidungsprozess qualifizieren.
Welche Chancen bietet eine innovative Flächenpolitik?
- Neue Baugebiete = neue Bürger = neue Steuereinnahmen – nach dieser simplen Formel wurde seit Jahrzehnten in den Kommunen verfahren. Aber geht diese Rechnung auf? Eine ehrliche Kosten-Nutzen-Betrachtung zeigt, welche Entwicklungsprojekte sich rentieren und welche Alternativen es gibt.
- Wer mit offenen Augen durch seinen Ort spaziert oder eine Bestandsaufnahme durch einen Planer machen lässt, wird überrascht sein, wie viel Entwicklungspotential zu entdecken ist: Leerstände, Baulücken und Gewerbebrachen bieten Alternativen zur Neuausweisung am Ortsrand.
- Innenentwicklung pushen, heißt Lebensqualität schaffen: Es gilt, die Qualitäten der Ortsmitte zu erkennen und weiterzuentwickeln. Das bringt lebendige Quartiere, kürzere Wege und soziales Miteinander!
Weitere Informationen z.B. im Internet unter www.mittendrin-ist-in.de.