Aussehen und Vorkommen
Ohrwürmer oder auch Ohrenkneifer (Dermaptera) sind eine Ordnung der Insekten, von denen in Deutschland acht und weltweit etwa 2000 Arten vorkommen. Die häufigste heimische Art ist der Gemeine Ohrwurm (Forficula auricularia). Diese Art ist ungefähr 16 mm lang. Die Männchen tragen auffällige Zangen am Hinterleib. Bei den Weibchen sind die Zangen wesentlich kürzer und unauffälliger. Ohrwürmer verfügen zwar über Flügel, werden aber kaum jemals fliegend beobachtet. Sie leben in Gärten, Parks und an Waldrändern und sind wärmeliebend. Darüber hinaus sind Ohrwürmer nacht- beziehungsweise dämmerungsaktiv und verstecken sich am Tage unter Laub, in Baumrinden und unter Steinen oder Blumentöpfen.
Der Ohrwurm hat eine Generation pro Jahr. Erwachsene (adulte) Ohrwürmer sind ab Juli anzutreffen. Nach der Paarung wandert das befruchtete Weibchen in den Boden, um dort Eier in eine Erdröhre abzulegen, die auch den erwachsenen Tieren als Überwinterungsquartier dient. Die Eier sind winzig, nur etwa 1mm groß und weiß. Das Weibchen bewacht und pflegt ihr Eigelege. Nach etwa 12 Wochen schlüpfen die Larven, die sich über mehrere Larvenstadien zum erwachsenen Tier entwickeln.