Erweiterung des Laborstandortes Bad Elster
Am UBA-Standort Bad Elster in Sachsen soll ein Demonstrationsprojekt im Rahmen einer Neubaumaßnahme realisiert werden.
Am UBA-Standort Bad Elster in Sachsen soll ein Demonstrationsprojekt im Rahmen einer Neubaumaßnahme realisiert werden.
Im sächsischen Bad Elster arbeitet und forscht das UBA rund um die Themen Trinkwasser sowie Schwimm- und Badebeckenwasser. Zu den Aufgaben gehört es, die wissenschaftlichen Grundlagen und Maßstäbe für eine sichere Trinkwasserversorgung und eine gute Wasserqualität stets aktuell zu halten und weiterzuentwickeln. Erstmalig im Umweltbundesamt sollen dazu unter anderem Labore der Sicherheitsstufe 3 an diesem Standort eingerichtet werden.
Innerhalb der Liegenschaft besteht an den Gebäuden und den technischen Anlagen starker Sanierungsbedarf: Die Abwasser-, Trinkwasser-, Gas- und Fernwärmeleitungen sollten erneuert, das Hauptgebäude energetisch saniert und Laborflächen im Laborgebäude 2 modernisiert werden. Darüber hinaus sollten neue Flächen für Labore, Drittmittelprojekte, wissenschaftliches Arbeiten und Konferenzen entstehen. In der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zeigt sich, dass ein Komplettneubau die wirtschaftlichste Variante ist, nicht die Sanierung der Bestandsgebäude mit Teilneubauten.
Ein Demonstrationsprojekt für das Umweltbundesamt am Wissenschaftsstandort Bad Elster als Teil der zentralen Umweltbehörde Deutschland soll entstehen: ein Neubau eines Labor- und Bürogebäude mit hochwertigen Laboren in denen das Arbeiten eng in die nationale und internationale Wissenschaftswelt und Gremienarbeit eingebunden ist. Ein Gebäude, das die Grundlage schafft für ein Kooperieren mit Behörden und Universitäten in Deutschland, Europa sowie der restlichen Welt und als Kooperationszentren der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fungiert.
Die Erkundung im Raum Bad Elster ergab, dass es mögliche Baugrundstücke in Bad Elster gibt. Ein Gutachten gibt Auskunft über den sinnvollsten und nachhaltigsten Standort, um den Raumbedarf von 2.759 m² Nutzfläche zu realisieren.
Alle Planungsschritte und die Bauausführung sollen nach den Kriterien des Bewertungssystems für Nachhaltiges Bauen (BNB) durchgeführt werden. Ein Qualitätsmanagement und Monitoring sollen die Voraussetzungen für einen nachhaltigen Gebäudebetrieb schaffen.
Der Standort soll zu einer treibhausgasneutralen Liegenschaft entwickelt werden und möglichst hundert Prozent regenerative Energien im Betrieb nutzen.
Die bestehende Liegenschaft, die in einem Wohngebiet liegt, wird nach Auszug des UBA an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) übergeben.