Das Biozid PCP, das vor seinem Verbot 1989 vor allem in Holzlasuren verwendet wurde, konnte im Schnitt noch in 83 von 100 Haushalten nachgewiesen werden – häufiger und in größeren Mengen in den alten Bundesländern. Das Insektizid DDT, das in der BRD bereits Ende der 70iger verboten wurde, entdeckten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in 39 Prozent der Proben, Lindan war in knapp einem Drittel (27 Prozent) zu finden. Letzteres ist seit 1984 in der BRD und wurde 1989 in der DDR verboten. Seit 2008 gilt das Lindanverbot in der gesamten EU. DDT darf seit 2004 weltweit nur noch zur Malariabekämpfung eingesetzt werden.
Nahezu aus dem Hausstaub verschwunden sind polychlorierte Biphenyle (PCB), die seit 2001 weltweit verboten sind. Genau wie PCP, Lindan und DDT reichern sie sich in menschlichem Fettgewebe an. Langfristig können sie das Immun- und Nervensystem schädigen, haben hormonähnliche Eigenschaften und gelten als wahrscheinlich krebserregend.