Aussehen und Vorkommen
Vögel, zum Beispiel Hühner, können von unterschiedlichen Milben befallen werden. Milben werden zu den Spinnentieren gezählt und sie besitzen vier Beinpaare. Bei Milben, die Hühner befallen, handelt es sich um sogenannte Ektoparasiten, das heißt die Milben sitzen im Gefieder und ernähren sich von Blut oder Hautschuppen.
Von großer Bedeutung ist die Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae), die sowohl Hausgeflügel als auch Wildvögel befällt. Die erwachsenen Tiere sind etwa 0,7 mm groß, mit dem bloßen Auge also kaum zu erkennen. Die Rote Vogelmilbe ist nachtaktiv und versteckt sich tagsüber gern in Ritzen oder Spalten, in Nestern oder an Sitzstangen. Nachts kommt sie aus ihrem Versteck und sucht Vögel für eine Blutmahlzeit auf. Das Blut benötigen die Weibchen für die Eireifung. Nach der Eiablage schlüpfen zunächst Larven, die im Gegensatz zu den erwachsenen Tieren keine Nahrung benötigen. Auch die Nordische Vogelmilbe (Ornithonyssus sylviarum) lebt vom Blut der Wirtstiere. Im Gegensatz zur Roten Vogelmilbe bleibt diese Art aber immer auf dem Tier und bevorzugt eher kühlere Temperaturen.
Im Gegensatz zur Roten und Nordischen Vogelmilbe sind Federmilben keine Parasiten, saugen also nicht das Blut ihrer Wirte, sondern ernähren sich von Hautschuppen und anderen Hautabsonderungen ihrer Wirte. Es gibt viele verschiedene Federmilbenarten, die bisher an allen Vogelordnungen, bis auf Pinguinen, nachgewiesen wurden.