SAICM-Workshop für Nationale Stakeholder

Nahaufnahme einer Chemieanlage vor wolkigem Himmelzum Vergrößern anklicken
SAICM soll negative Wirkungen von Chemikalien auf die menschliche Gesundheit und Umwelt minimieren.
Quelle: Jürgen Feldhaus / Fotolia.com

Solange die Covid-19-Pandemie persönliche Veranstaltungen unmöglich macht, dienen Webkonferenzformate dazu, die deutschen SAICM-Akteure zu informieren und Möglichkeiten zum Austausch untereinander sowie mit BMU und UBA zu bieten. Eine Reihe von Online-Workshops beschäftigt sich im ersten Halbjahr 2021 mit verschiedenen Themen des Chemikalienmanagements.

Der Online-Workshop zum Thema Chemikalien im Gesundheitswesen fand am 2. Februar 2021 statt.

Zu Beginn gab Dr. Jutta Emig vom Bundesumweltministerium bekannt, dass das ICCM5-Bureau aufgrund der anhaltenden Pandemie beschlossen hat, dass das vierte Treffen des Intersessionalen Prozesses (IP4) und die fünfte Sitzung der Internationalen Konferenz zum Chemikalienmanagement (ICCM5), die für Juli 2021 geplant waren, auf unbestimmte Zeit verschoben werden müssen. Weitere Informationen werden mit den SAICM-Stakeholdern geteilt, sobald das Bureau über den weiteren Prozess entschieden hat. Der Beitrag von Dr. Emig kann ab Minute 10:40 der Aufzeichnung angesehen werden.

Susan Wilburn von Health Care Without Harm führte in die Thematik chemikalien-bedingter Gefahren im Gesundheitswesen ein und erläuterte deren Auswirkungen auf Arbeitnehmer und Patienten sowie wirksame Strategien zum Umgang mit diesen Risiken oder zu deren Vermeidung. Frau Wilburn lud die Teilnehmer ein, an einer bevorstehenden Online-Veranstaltung zu besorgniserregenden Chemikalien für den Gesundheitssektor am 25. Februar 2021 teilzunehmen. Ihre Präsentation kann ab Minute 13:45 der Aufzeichnung angesehen werden.

Arianna Gamba, Circular Healthcare Manager, stellte den Bericht Promoting safer disinfectants in the healthcare sector von Health Care Without Harm Europe vor. Die Ergebnisse des SAICM 2.0 Projekts von HCWH Europe zeigen Wege zur Reduktion unbeabsichtigter Risiken von Desinfektionsmitteln, ohne dabei die Hygiene- und Arbeitsschutzstandards zu gefährden. Der Bericht liefert Vorschläge für Produktauswahlstrategien, Fallstudien zur Produktsubstitution und Informationen über innovative Lösungen im Bereich der nachhaltigen Desinfektionspraxis. Frau Gamba lud die Teilnehmer ein, sich an der neuesten Initiative von HCWH Europe zu beteiligen: das Healthcare Market Transformation Network entwickelt harmonisierte Kriterien für eine nachhaltige Beschaffung und stärkt den Dialog zwischen Herstellern, medizinischen Fachkräften, Lieferanten und Recyclern. Die Präsentation von Frau Gamba kann ab Minute 42:40 der Aufzeichnung angesehen werden.

Der deutsche SAICM Focal Point Dr. Hans-Christian Stolzenberg (⁠UBA⁠) stellte anschließend seine Reflektionen zu den einzelnen Themen des Workshops vor. Er sprach an, was die Verlängerung des Prozesses bis zu ICCM5 bedeuten kann. Die Überlegungen von Dr. Stolzenberg können ab Minute 1:14:15 der Aufzeichnung eingesehen werden.

Einen ausführlicheren Bericht über den Workshop finden Sie hier. Die Videoaufzeichnung des Workshops kann hier heruntergeladen werden. Bitte beachten Sie, dass die Videodatei für 30 Tage online abrufbar bleibt. 

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