Historisches Gebäude von 1780 wird mit Wärmepumpe und Photovoltaikanlage ausgestattet
Das Fachwerkhaus sollte auf die Nutzung erneuerbarer Energien umgestellt werden. Ein Team aus kooperierenden Fachbetrieben machte einen reibungslosen Ablauf möglich.
Ein historisches niederdeutsches Hallenhaus aus dem Jahr 1780 wurde umfassend auf die Nutzung erneuerbarer Energien umgestellt. Nach einer langen Suche fanden die Eigentümer ein engagiertes Team von Fachbetrieben, das bereit war, die bestehende Gasheizung durch eine nachhaltige Lösung zu ersetzen. Gemeinsam wurde das 250 m² große Fachwerkhaus mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe sowie einer Photovoltaikanlage ausgestattet und zukunftsfähig gemacht.
Da eine Erdwärmepumpe aus Kostengründen nicht in Frage kam, wurde eine Luft-Wasser-Wärmepumpe installiert. Die Dimensionierung der Anlage erfolgte auf Basis der bisherigen Energieverbräuche, da keine Heizlastberechnung vorlag. Ergänzend wurde eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 12,8 kWp und ein Batteriespeicher mit 10 kWh Kapazität integriert. Auch eine Ladeeinrichtung für Elektrofahrzeuge wurde installiert.
Unter "weiterführende Links" sind weitere Informationen zu diesem Projekt zu finden.
Angaben zum Projekt
- Implementer
-
https://www.nanoproofed.de - Kooperationspartner
- Merle Versorgungstechnik UG + Elektro Hamann
- Betriebsdaten vorhanden (ja/nein)
- ja
Dauer und Finanzierung
- Datum Inbetriebnahme der Wärmepumpe
- Dauer der Umsetzung
- Die Planungen begannen im November 2023. Die Anlage im Hallenhaus wurde im Dezember 2023 erstellt und im Januar 2024 in Betrieb genommen.
- Kosten Wärmepumpe (inkl. Einbau)
- 24000 €
- Gesamtkosten (inkl. begleitender Maßnahmen)
- 43000 €
- Fördermittel
- 16500 €
Eckdaten Gebäude
- PLZ Gebäudestandort
- 23730 Schashagen
- Gebäudeart
- Ein-/Zweifamilienhaus
- Baujahr
- bis 1945
- Sanierungsstand
- Altbau teilsaniert
- Beheizte Fäche
- 250 m²
Herausforderungen
Die Beratungs- und Planungsgespräche mit den Eigentümern gestalteten sich umfangreich. Oftmals besteht Unsicherheit über aktuelle gesetzliche Vorgaben und Fördermöglichkeiten. Die Förderanträge müssen präzise formuliert und fristgerecht eingereicht werden, was viele Bauherren vor Herausforderungen stellt. Häufig warten Kunden auf eine Zusage der Förderung, bevor sie den Auftrag erteilen möchten. Da viele Anträge jedoch erst nach Vertragsabschluss gestellt werden können, führt dies zu zeitlichen Verzögerungen. In dieser Phase ist oft Geduld und die Bereitschaft notwendig, zunächst eigene finanzielle Mittel einzusetzen.Zudem war es nicht immer leicht zu vermitteln, welche Komponenten für ein effizientes Gesamtsystem erforderlich sind – beispielsweise der zusätzliche Einbau eines zweiten Zählers bei Nutzung eines Wärmepumpentarifs.
Lösungsansatz
Nach Klärung der finanziellen Rahmenbedingungen wurde das energetische Gesamtkonzept detailliert ausgearbeitet. Kunden, die auf einen zusätzlichen Stromspeicher verzichten wollten, wird die Möglichkeit eines separaten Wärmepumpentarifs aufgezeigt. Dafür ist ein zusätzlicher Zähler sowie Anpassungen am Schaltschrank nötig.Dank langjähriger Erfahrung kann die jährliche Energieeinsparung realistisch eingeschätzt werden. Der überwiegende Teil des selbst erzeugten Solarstroms wird für die Heizung und die übrige Hausversorgung genutzt. Ein weiterer wichtiger Punkt war die Beratung hinsichtlich der Versorgungssicherheit im Winter, um mögliche Bedenken auszuräumen.
Erfahrungen und Ausblick
Das Projekt zeigt, dass ein erfolgreicher Umbau nur durch enge gewerkeübergreifende Zusammenarbeit möglich ist. Keine einzelne Firma kann alle erforderlichen Kompetenzen abdecken. Erst die Bündelung des Fachwissens mehrerer spezialisierter Betriebe führt zu einem überzeugenden Gesamtergebnis.Tipps für Dritte
Eine enge Kooperation zwischen verschiedenen Gewerken ist nicht nur im Bereich des privaten Wohnungsbaus, sondern auch im Mehrfamilienhausbereich und für Wohnungsbaugesellschaften unerlässlich. Gerade im Hinblick auf die steigenden Anforderungen an energieeffiziente Gebäude sind abgestimmte Planungen und klare Kommunikation zwischen allen Beteiligten entscheidend.Eckdaten Energie
- Heizungsart alt
- Gasheizung
- Art Brauchwassererwärmung
- Zentral
- Art der Raumwärmeübergabe
- Heizkörper
- Energieverbrauch
- 28000.00 kWh pro Jahr
- °C
- Leistung Wärmeerzeuger in kW
- 20
Steckbrief Wärmepumpe
- Wärmequelle
- Außenluft
- Thermische Leistung
- 10 kW/h
- Elektrische Leistung
- 9 kW/h
- Maßnahmen Heizsystem
- Maßnahmen HeizsystemHydraulischer AbgleichPufferspeicher
Betriebsdaten
- Vorlauftemperatur (neu)
- 55 °C
- kWh pro Jahr
- Bilanzgrenze der berechneten JAZ
- Stromaufnahme der Wärmepumpe und Wärmeabgabe an die Speicher (JAZ1)
- Erläuterungen
- Die JAZ wurde berechnet und beinhaltet die Stromaufnahme von: Wärmepumpe, Heizstab, Heizkreis- und Trinkwarmwasserpumpe.
Ansprechperson
- Kontaktdetails
-
nanoproofed GmbH
Alexander Illing
Blauenkrog 15
23684 Scharbeutz
DeutschlandTelefonnummern04524-733 43 46info@nanoproofed.de
Projekt-Kategorien
- WP in großen Mehrfamilienhäusern
- WP in teilsanierten Gebäuden
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- Erfolgreiche Betriebsoptimierung einer WP
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