Aussehen und Vorkommen
Die Familie der Bremsen (Tabanidae) gehört zur Unterordnung der Fliegen (Brachycera). Bremsen sind weltweit verbreitet, in Mitteleuropa sind zwischen 60 und 70 Arten beschrieben. Die in Deutschland bekanntesten Vertreter, die auch den Menschen stechen können, sind die Bremse (Tabanus tropicanus), und die Regenbremse (Haematopota pluvialis). Im Folgenden wird beispielhaft auf die Regenbremse eingegangen.
Bremsen sehen den Stubenfliegen zwar ähnlich, sind aber in der Regel etwas länglicher beziehungsweise schmaler. Sie haben einen breiten kurzen Kopf und nur ein vollständig ausgebildetes Flügelpaar, wie typisch für die Zweiflügler (Diptera). Die Regenbremse ist mit bis zu 25 mm Körpergröße die größte heimische Bremsenart. Sie ist grau bis dunkelbraun gefärbt, besitzt rötliche große und glänzende Facettenaugen (manchmal mit Streifen), mehrgliedrige Fühler und die Flügel weisen ein Fleckenmuster auf. Weibchen haben einen kräftigen Stechrüssel, der bei den Männchen zurückgebildet ist. Blutsaugend sind nur die Weibchen, die Männchen ernähren sich von Blütenpollen und Nektar. Flugzeit der Regenbremse ist von März bis September.
Bremsen sind tagaktiv und legen ihre Eier bevorzugt in der Nähe von Gewässern an Pflanzen oder am Boden ab. Die räuberisch lebenden Larven entwickeln sich in Schlamm oder feuchtem Boden, wandern aber für die Verpuppung in trockene Bereiche ab.