Januar: 50 Jahre Schutz vor Lärm im UBA
Dauerhafter Lärm mindert die Lebensqualität, belastet Psyche und Körper und kann krank machen. Damit ist Lärm ein gravierendes Umweltproblem. Der Schutz vor Lärm gehört für das Umweltbundesamt seit seiner Gründung im Jahr 1974 deshalb zu einem wichtigen Thema. Im Januar 2024 beleuchtete die Fachtagung "50 Jahre UBA - 50 Jahre Schutz vor Lärm" die aktuelle Lage und diskutierte Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Lärm. Denn: Jeder vierte Mensch in Deutschland lebt in einer Region, in der die Belastung durch Verkehrslärm zu hoch ist. Allein durch den Straßenverkehr sind 16 Millionen Menschen regelmäßig einem Geräuschpegel von über 55 Dezibel ausgesetzt. Deshalb müssen die bestehenden Instrumente und Maßnahmen zum Schutz vor Lärm noch effizienter und zielgerichteter eingesetzt werden. Das UBA hat seit seiner Gründung die wissenschaftlichen Grundlagen für zahlreiche Rechtsvorschriften zum Lärmschutz erarbeitet und damit einen wichtigen Beitrag geleistet. Die Verkehrslärmschutzverordnung, die 1990 erlassen wurde und Lärmschutzmaßnahmen an neuen oder wesentlich geänderten Straßen und Schienenwegen vorschreibt, beruht beispielsweise auf der wissenschaftlicher Arbeit der UBA-Fachleute. Auch an der Novellierung der „Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm“, dem wichtigsten Regelwerk zum Schutz vor Industrie- und Gewerbelärm, hat das UBA maßgeblich mitgewirkt. Um die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Lärm weiter zu reduzieren, sind nach wie vor erhebliche Anstrengungen erforderlich. Das UBA unterstützt diesen Prozess mit Aufklärung, wissenschaftlichen Analysen und fundierten Bewertungen.
Weitere Informationen zum Thema Lärm gibt es hier.