Bundesland Sachsen-Anhalt

Die Folgen des Klimawandels sind nicht überall gleich. Auch die daraus resultierenden Anpassungsmaßnahmen unterscheiden sich in den Bundesländern. Hier finden Sie einen Überblick, welche Auswirkungen des Klimawandels in Sachsen-Anhalt erwartet werden und mit welchen Maßnahmen das Bundesland darauf reagiert.

Klimafolgen

Länderspezifische Klimaänderungen

Das Klima in Sachsen-Anhalt wandelt sich bereits seit mehreren Jahrzehnten – das zeigt die Klimaanalyse für den Zeitraum 1951 bis 2014 auf der Grundlage von Beobachtungsdaten. Die in diesem Umfang erstmalig durchgeführte Auswertung der Aufzeichnungen von 380 meteorologischen Messstationen zeigte besonders deutliche Trends für zahlreiche mit der Temperatur verknüpfte Größen.
Die Ergebnisse der Studie sind in Heft 1/2016 der Berichte des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (LAU) nachzulesen, ausgewählte Daten der Analyse werden auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

Die Folgen des Klimawandels in Sachsen-Anhalt wurden im Rahmen der Klimafolgenstudie 2012 untersucht. Ihre Ergebnisse sind in den Berichten des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt / Halle (2013) nachzulesen:

  • Heft 2/2013: Die Folgen des Klimawandels in Sachsen-Anhalt, Kurzfassungen der Studien 2009 und 2012
  • Heft 4/2013: Klimafolgenstudie 2012, Klimadiagnose und Klimaprojektion, Extremereignisse

In der Klimafolgenstudie 2012 wurden regionalisierte Klimadaten für Sachsen-Anhalt unter Verwendung von WETTREG2010 und REMO für vier 30-jährige Zeiträume erstellt. Anschließend erfolgten eine Abschätzung von Klimaänderungen anhand relevanter Kenngrößen sowie eine regionale Risikoabschätzung zum Einritt von Extremwetterereignissen.

Ein Teilbericht der Klimafolgenstudie befasst sich darüber hinaus spezifisch mit den Folgen des Klimawandels auf den Wassersektor in Sachsen-Anhalt:

Im Bericht erfolgt eine Modellierung der Auswirkungen auf den Bodenwasserhaushalt und die Abflussverhältnisse in Sachsen-Anhalt. Des Weiteren wird der Einfluss von Extremereignissen auf den Wasserhaushalt des Bundeslandes untersucht. In den Folgeuntersuchungen stehen die Veränderungen regionaler Unterschiede im Wasserdargebot und Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserwirtschaft im Mittelpunkt.

Ein weiterer Teilbericht untersucht die Folgen des Klimawandels für den Naturschutz:

In diesem Bericht werden die Auswirkungen der Klimaänderungen und Änderungen des Wasserhaushalts auf geschützte Arten und Lebensraumtypen am Beispiel zweier FFH-Gebiete in Sachsen-Anhalt dargestellt.

Zum Thema Landwirtschaft wurde ein eigener Teilbericht veröffentlicht:

Im diesem Bericht werden die Auswirkungen der Klimaänderungen und Änderungen des Wasserhaushalts auf die Ertragsentwicklung wichtiger Fruchtarten Sachsen-Anhalts dargestellt.

Im Teilbericht zur Forstwirtschaft:

werden die Auswirkungen der Klimaänderungen und daraus projizierte Änderungen des Wasserhaushalts auf den Waldumbau Sachsen-Anhalts dargestellt.

Länderspezifische Klimafolgen und Vulnerabilität

Eine Untersuchung der Verletzlichkeiten des Landes gegenüber den Folgen des Klimawandels fand im Rahmen der Vulnerabilitätsstudie von 2009 statt, veröffentlicht in den Berichten des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt / Halle (2013):

Mögliche Auswirkungen des Klimawandels für Sachsen-Anhalt wurden auf Grundlage von drei Antriebsszenarien und drei regionalen Klimamodellen analysiert. Anschließend wurden mögliche zukünftige Klimawirkungen auf ausgewählte Sektoren in Sachsen-Anhalt untersucht.

Beobachtete Klimaveränderungen in der Vergangenheit und Gegenwart sowie extreme Witterungsereignisse der letzten Jahre werfen immer wieder Fragen nach der möglichen Entwicklung von Starkregenereignissen verbunden mit Überschwemmung, Hagelschlägen und Blitzschlägen in der Zukunft auf. In der Studie „Bestimmung des atmosphärischen Konvektionspotentials über Sachsen-Anhalt“ wurde versucht, Antworten auf diese Fragen zu finden.

Anpassung

Politischer Rahmen

Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat im Jahr 2007 eine fach- und ressortübergreifende Arbeitsgruppe „AG Klimawandel“ eingerichtet. Die AG Klimawandel hat eine Strategie des Landes zur Anpassung an den Klimawandel sowie einen zugehörigen Aktionsplan erarbeitet, die im April 2010 von der Landesregierung bestätigt wurden. 2012 wurde hierzu der erste Umsetzungsbericht vorgelegt.

Die Anpassungsstrategie ist anschließend vor dem Hintergrund einer neuen Studie zu den Folgen des Klimawandels in Sachsen-Anhalt, der Klimafolgenstudie 2012, aktualisiert und zur Anhörung freigegeben worden. Dabei wurde der Aktionsplan in die Strategie integriert, um die Verbindung zwischen Sektor und Aktionen besser darstellen zu können.

Die überarbeitete Strategie hat als neuen Schwerpunkt in vielen Bereichen das Thema Extremereignisse aufgegriffen und deren Bedeutung und Herausforderung für den jeweiligen Sektor beleuchtet. 2015 wurde ein zweiter Umsetzungsbericht veröffentlicht.

Die Anpassungsstrategie ist ein Dokument, das regelmäßig mit den neuesten Erkenntnissen und auch den schon erreichten Anpassungsfortschritten aktualisiert wird. Die „AG Klimawandel“ hat deshalb 2017 mit einer weiteren Überarbeitung begonnen und plant, diese 2018 der Landesregierung vorzulegen.

Länderspezifische Anpassungsmaßnahmen

Die länderspezifischen Anpassungsmaßnahmen sind in der Strategie des Landes zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels enthalten und zu finden unter www.klimawandel.sachsen-anhalt.de.

Ebenfalls dort zu finden sind die beiden Umsetzungsberichte zur Landes-Anpassungsstrategie aus den Jahren 2012 und 2015.

Weiterhin wurde im Rahmen einer Untersuchung zu den Folgen des Klimawandels in Sachsen-Anhalt (Klimafolgenstudie 2012) ein Teilbericht zu möglichen Anpassungsmaßnahmen veröffentlicht. Dieser ist über die Berichte des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt / Halle (2013) zugänglich:

  • Heft 9/2013: Klimafolgenstudie 2012 - Anpassungsmaßnahmen

Im Bericht erfolgt für Sachsen-Anhalt eine Identifizierung von Anpassungsmaßnahmen mit besonders günstigem Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Das Land sieht es seit Jahren als eine wesentliche Aufgabe an, den Anpassungsprozess der jeweils zuständigen Sektoren zu begleiten. Hierzu gehört u.a. auch, die Landkreise und Kommunen hinsichtlich ihrer Verantwortung für das Gemeinwohl bezüglich der Klimaanpassung zu sensibilisieren, damit sie ihre eigene Betroffenheit analysieren und Anpassungsmaßnahmen identifizieren und abwägen. Die Landesregierung leistete und leistet dabei im Rahmen von Konferenzen, Tagungen, Projekten und Forschungsarbeiten entsprechende Unterstützung.

Im Rahmen des DAS Förderprogramms führen gegenwärtig die Hochschulen Harz und Magdeburg-Stendal das Projekt "Bodenerosionsminderung in bergigen Regionen am Beispiel des Landkreises Mansfeld-Südharz (BebeR)" durch.

Das Projekt BebeR ist ein Nachfolgeprojekt des Vorhabens "Klimpass-Aktiv“ (2013 – 2016), in dessen Ergebnis u. a. auch ein Interaktives Kartensystem entstand, welches bei der Betrachtung vulnerabler Bereiche hilft. Mittels GIS-gestützter Karten gelang es dabei, sektoral übergreifend Informationen zu integrieren und gefährdete Bereiche kartographisch darzustellen.

Lokale Maßnahmen

NETZWERKE UND KOOPERATIONEN

AG Klimawandel: Sie wurde im Jahr 2007 von der Landesregierung eingerichtet. In ihr sind neben den betroffenen Ressorts und Facheinrichtungen des Landes auch alle Hochschulen, die kommunalen Spitzenverbände, der Deutsche Wetterdienst und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig vertreten. Die Hauptaufgaben liegen unter anderem in der Politikberatung, in der Initiierung von Forschungsprojekten sowie in der Erstellung, Aktualisierung und der Begleitung der Umsetzung von Anpassungsstrategien im Land.

ReKIS: Das von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gemeinsam betriebene Regionale Klimainformationssystem ReKIS ist ein interaktives Werkzeug zur Bereitstellung, Dokumentation, Bewertung und Interpretation von Klimadaten.

ANPASSUNGSSTRATEGIEN UND -KONZEPTE EINZELNER STÄDTE ODER KOMMUNEN

Berichte und Studien

Im Land Sachsen-Anhalt wurden neben den bereits im Text erwähnten weitere Studien und Forschungsarbeiten zum Thema Klimawandel und Anpassung an den Klimawandel durchgeführt.Informationen hierzu sind zu finden auf den Informationsseiten der AG Klimawandel unter: www.klimawandel.sachsen-anhalt.de. Hierzu zählen u.a.:

  • Optimierung der Überwachung und Erfassung von durch Klimawandel begünstigte abiotische und biotische Schäden an Waldbeständen in Sachsen-Anhalt durch den Einsatz von Fernerkundungsverfahren
    2012-2014 Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt: Jörg Ackermann, Prof. Dr. H. Spellmann

    Während die Vulnerabilitätsstudie 2009 für den Forstsektor erhöhte Gefährdungspotentiale gegenüber Waldbrand und Starkwindereignisse fokussiert, sollen hier vordergründig die Auswirkungen des Klimawandels durch „Einwanderung“ neuer Schadinsekten und Schädigung der Bäume infolge von Hitzeeinwirkungen und anhaltender Trockenperioden untersucht werden.

  • Abschätzung biotischer Risiken für Wälder am Beispiel einer ausgewählten Region im Land Sachsen-Anhalt auf der Basis von Forstschutzmeldekarten
    2011 Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt: Prof. Dr. H. Spellmann

    Die Regionaldaten aus der Vergangenheit lassen Rückschlüsse auf stattgefundene Veränderungen und sich abzeichnende Entwicklungen in den Bereichen des Forstschutzes, des Klimawandels und letztlich auch des Waldbaubereiches zu.

  • Pilotstudie zu den lokalen Auswirkungen des Klimawandels auf die Forstwirtschaft in ausgewählten Regionen Sachsen-Anhalts
    2012-2013 Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt; Prof. Dr. H. Spellmann

    Während die Vulnerabilitätsstudie einen großräumigen Ansatz verfolgt und die Arbeit der NW-FVA sich innerhalb dieser einfügt, befasst sich diese vorgelegte Pilotstudie mit einem strikt kleinräumigen Ansatz, welcher ganz konkret das forstwirtschaftliche Handeln unterstützt, verdichtet Grundlagen schafft und waldbauliche Empfehlungen für den Wirtschafter vor Ort ableitet. Diese Studie ist somit eine umfassende und in die Tiefe gehende Ergänzung.

    Der Klimawandel erfordert durch die sich verändernden abiotischen (u.a. Klima, Witterung) und damit biotischen (u.a. Insekten, Pilze) Faktoren Anpassungsstrategien, die Planungs- und Entscheidungsgrundlage für den Revierleiter vor Ort sind. Temperatur- und Luftfeuchteänderung, Schwankungen in der Wasserversorgung finden statt, Witterungsextreme häufen sich. Damit werden die Wälder bereits umfassend belastet. Doch neben dieser abiotischen Belastung kommt es zu einer Begünstigung forstwirtschaftlicher biotischer „klassischer“ Schadfaktoren, die sich zum einen zu bisher unbekannten Kalamitätsfolgen auswachsen und zusätzlich zu dem vorgenannten bisher forstlich nicht relevante Insekten und / oder Pilze „auf den Plan“ treten lassen. Damit sind neben dem bisherigen praktischen Wissen umfassende Studien notwendig, welche die forstwirtschaftlichen Wissensgrundlagen ergänzen und daraus Handlungsempfehlungen ableiten.

    Um die immensen Datenmengen, die bisher nur analog vorliegen und somit in digitale auswertbare Formate übertragen werden müssen, auswerten zu können, konzentriert sich der wissenschaftliche Ansatz auf die drei wichtigsten forstwirtschaftlichen Regionen des Landes Sachsen-Anhalt (Colbitz-Letzlinger Heide; Fläming; Oberharz). Darin sind die Bereiche Tiefland, Hügelland und Mittelgebirge abgebildet. Vorteil ist, dass auf diesem Weg innerhalb der NW-FVA auch Erfahrungen im Umgang mit dieser analog vorliegenden archivierten Datenmenge gesammelt werden, welche weitere geplante künftige Ergänzungen der „Lücken“ zwischen den Modellregionen einfacher werden lässt.

    Der auf der Auswertung aufbauende Ausblick erfolgt weiter auf begründeten Annahmen zu zukünftigem Klima und Einträgen, Waldwachstum und Standortsänderungen in Form von gebildeten Modellen in den oben genannten Modellregionen. Diese Annahmen werden zeitlich dynamisch bis ins Jahr 2100 mit dem Klimaprojektionsmodell „WETTREG2010 – Klimaprojektion A1B“ abgebildet.

    Die jeweilige im Rahmen der einzelnen Modellregionen zu untersuchenden Arbeitspakete (Trockenstress, Stickstoffeinträge, Standort-Leistungsbezug, Sturm- und Waldbrandrisiko; Buchdruckerrisiko, Zustände und Wirkungsgefüge biotischer Risiken) wurden absichtlich eng an die Struktur der Vulnerabilitätsstudie angelehnt, um so direkt von deren großräumigen Bezug in die detaillierte Betrachtung dieser Pilotstudie gehen zu können.

  • Studie zu den lokalen Waldschutzrisiken in ausgewählten Regionen Sachsen-Anhalts
    2013-2014 Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt; Dr. Pavel Plašil

    Im Anschluss an die Pilotstudie werden Waldschutzdaten für weitere Gebiete Sachsen-Anhalts erhoben. Eine zeitliche Übersicht von Populationsentwicklungen der wichtigsten Schadorganismen und eine Gefährdungsanalyse für die betroffenen Gebiete werden erarbeitet.

  • Kosten der Anpassung an den Klimawandel – Eine ökonomische Analyse ausgewählter Sektoren in Sachsen-Anhalt
    2011 Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, Prof. Dr. Hansjürgens, Oliver Gebhardt, Sven Kumke

    Es erfolgte eine Bestandsaufnahme und Bewertung der vorherrschenden ökonomischen Verfahren der Kostenermittlung von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel. Weiterhin wurde ein Bottom-Up-Ansatz zur ökonomischen Anpassungskostenermittlung entwickelt und umgesetzt. Für ausgewählte Sektoren Sachsen-Anhalts wurden Anpassungskosten zusammengestellt und deren regionalökonomischen Effekte  abgeschätzt.

  • Modellhafte Erarbeitung einer Kommunalen Anpassungsstrategie und eines Leitfadens - Pilotregion Landkreis Mansfeld/Südharz, Stadt Sangerhausen“
    2010-2011 Hochschule Harz, Prof. Dr. Andrea Heilmann, Prof. Dr. Hardy Pundt, Dipl. Geograph Steffen Schattanek, B.Eng. Enrico Kerwel, Projektlaufzeit: 2010/2011:

    Ergebnis ist die Entwicklung einer modellhaften kommunalen Anpassungsstrategie und die Entwicklung eines entsprechenden Leitfadens für die Kommunen im Land am Beispiel des Landkreises Mansfeld-Südharz und der Stadt Sangerhausen.

  • Ökonomische Fragen der Anpassung an den Klimawandel im urbanen Bereich – Pilotregion Landkreis Mansfeld/Südharz, Stadt Sangerhausen
    2011 Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ Leipzig, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, Prof. Dr. Hansjürgens, Oliver Gebhardt, Miriam Brenck, Volker Meyer

    Die Zielsetzung des Vorhabens bestand darin, die für die Stadt Sangerhausen identifizierten Anpassungsmaßnahmen unter Berücksichtigung der zugrundeliegenden Unsicherheiten ökonomisch zu bewerten und – soweit möglich – zu priorisieren. Dies umfasst die Erfassung der Kosten und Nutzen der identifizierten Maßnahmen sowie die ökonomische Gesamtbewertung der Maßnahmen unter Unsicherheit. Neben der Stadt Sangerhausen werden dabei auch der Landkreis Mansfeld-Südharz sowie die Regionale Planungsgemeinschaft als wichtige Akteure mit eingebunden. Es wurde ein Leitfaden entwickelt, der es erlaubt, die Kosten (Anpassungskosten - einmalig und laufend - sowie die Kosten, die durch die Anpassungsmaßnahme an anderer Stelle entstehen) und den Nutzen (durch Ermittlung der durch die Anpassungsmaßnahme vermiedenen Schäden) zu ermitteln. Das soll die kommunale Ebene bei den Entscheidungsfindungen unterstützen.

  • Individuelle Anpassung an den Klimawandel: Status quo
    2011 Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Diana Woelki, Prof. Dr. Kaiser

    Ausgehend von einem durch die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg entwickelten Messinstrument wurde der Status-Quo umweltrelevanten, ökologisch-nachhaltigen Handelns bei 2.377 Bürgerinnen und Bürgern Sachsen-Anhalts aus 4 Kommunen (Dessau-Roßlau, Magdeburg, Teutschenthal, Wernigerode) und aus 3 Sektoren (Forst-und regionale Wirtschaft, Gesundheit) zu Ihrem Verhalten im Bereich Umweltschutz (Mobilität, Energie, Recycling, Konsum, Ernährung und Umweltengagement) wie auch im Bereich der individuellen und betrieblichen Klimaanpassung befragt und erfasst.

  • Individuelle Anpassung an den Klimawandel: Soziale Einflüsse im Vergleich Teil II
    2013 Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Diana Woelki, Prof. Dr. Kaiser, Laura Loy, Liane Hentschke

    Mit dem Folgeprojekt sollte herausgefunden werden, wie groß der Effekt zielgruppenorientierter Kommunikation ist.
  • Umsetzung des Klimaanpassungskonzeptes für den Landkreis Mansfeld-Südharz und die Stadt Sangerhausen - Klimass-Aktiv
    2013 - 2016 Projekt des BMUB zur Deutschen Anpassungsstrategie (DAS): Hochschule Harz, Prof. Dr. Andrea Heilmann, Prof. Dr. Hardy Pundt

    Das Projekt zielte darauf ab, die Erfordernisse der Klimaanpassung kontinuierlich als Teil der nachhaltigen kommunalen Entwicklung zu etablieren. Grundsätzlich sind dafür neue Formen der Kooperationen zwischen den unterschiedlichen Ebenen (Land, Landkreis, Kommunen) erforderlich, um das erforderliche Wissen so effektiv wie möglich zu nutzen. Zum anderen müssen Anreize erprobt werden, die Eigenvorsorge sowohl der Unternehmen als auch der Bevölkerung kontinuierlich zu verbessern, was ebenfalls zielgruppenspezifisch aufbereiteten Wissens bedarf. Damit griff das Vorhaben auch Aspekte der DAS 2011 auf, die die Weiterführung des Dialogprozesses mit gesellschaftlichen Akteuren und die gezielte Information unterschiedlicher Zielgruppen über Klimafolgen und Anpassungsoptionen anstrebt. Durch die aktive Einbindung einer Vielzahl von Akteuren wurden im Anpassungskonzept enthaltenen Maßnahmen modellhaft umgesetzt und dokumentiert. Das bereits bestehende Klimpass-Netzwerk begleitete und unterstützte die Projektumsetzung.

    Die Erfahrungen werden anderen Kommunen zur Verfügung gestellt. Die bereits erarbeiteten Leitfäden wurden genutzt und weiterentwickelt sowie neu erarbeite Ergebnisse aufbereitet. Am 25.5.2016 fand der Abschlussworkshop zum Projekt statt.

  • Effekte von Landnutzungs- und Klimawandel für Landschaftswasserhaushalt und Abflussverhältnisse in hoch vulnerablen Landschaftsräumen am Beispiel der Modellregion „Einzugsgebiet Salza“
    2011-2014 Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Frühauf

    Untersuchung der Wirkung veränderter landwirtschaftlicher Bodenbearbeitung auf die bodenphysikalischen Steuergrößen des standörtlichen Wasserhaushalts und der Tendenzen der Abflussentwicklung in den Fließgewässern.

  • E-Learning - Anwendungen als Trainingswerkzeuge im Bereich Anpassungsstrategien an den Klimawandel
    2013-2014 Hochschule Harz, Prof. Dr. Andrea Heilmann, Prof. Dr. Hardy Pundt

    Um Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeiter aus unterschiedlichen Bereichen für das Thema zu sensibilisieren und ihnen zu ermöglichen, bereits vorliegende Empfehlungen und Erfahrungen in ihrer täglichen Arbeit zu nutzen, wurde ein Informationsportal "Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Sachsen-Anhalt" erstellt, welches sowohl Grundlagenwissen über die möglichen klimatischen Änderungen in der Region als auch konkrete Handlungsempfehlungen zur Anpassung enthält. Weiterhin wurden allen Landkreisen und kreisfreien Städten im Land Schulungen vor Ort angeboten.

  • Transklikom – Transformation von wissenschaftlichen Ergebnissen zur Klimaanpassung in die kommunale Praxis
    2014 Hochschule Harz, Prof. Dr. Andrea Heilmann

    Ziel des Vorhabens war es, eine Strategie zur verbesserten Informationsbereitstellung im Bereich der Klimaanpassung zu entwickeln und zum Teil umzusetzen. Dazu wurde aus dem Vorgängerprojekt (E-Learning) die erstellte Webseite im Rahmen des Transklikom-Projektes erweitert.

    Verschiedene Informationen für die Klimaanpassung in Sachsen-Anhalt zu relevanten Themengebieten, wie zum Beispiel Boden, Forstwirtschaft oder Wasser, werden auf der Webseite bereitgestellt. Des Weiteren erhalten Antragsteller einen ersten Einstieg über Fördermöglichkeiten für Klimaanpassungsmaßnahmen. Im Rahmen des Förderprojektes wurde außerdem eine Wanderausstellung mit dazugehörigem Informationsmaterial erstellt, welche beim Landesverwaltungsamt ausgeliehen werden kann https://lvwa.sachsen-anhalt.de/projekte/koordinierungsstelle-klimawandel-energiewende/klikominfo-klimaanpassung-auf-kommunaler-ebene/

  • Stadtklimamessungen in Halle
    2013-2018 DWD in Zusammenarbeit mit dem Land, der Stadt Halle und der HAVAG

    Zur Analyse der vergangenen, derzeitigen und künftigen klimatischen Verhältnisse und zur Evaluation von geplanten Modellsimulationen werden im Untersuchungsraum Halle (Saale) von 2014 an umfangreiche meteorologische Sondermessungen u.a. mittels mobiler Wetterstationen und mit meteorologischer Sensorik ausgestatteten Straßenbahnen und Kfz durchgeführt.

    Die Untersuchungsergebnisse sollen schließlich Eingang in die Planungspraxis der Stadt Halle (Saale) finden und dienen dort als Basis z.B. für die
    • Aktualisierung bestehender Planunterlagen (Flächennutzungsplan, Grünordnungsplan, Bebauungspläne usw.),
    • Umsetzung von Schutzkonzepten, -gesetzen und -verordnungen (Klimaschutzkonzept, Artenschutz, Gewässerschutz usw.),
    • Ableitung von künftigen Anpassungsstrategien,
    • Erarbeitung von Modernisierungsstrategien (z.B. im ÖPNV, Bau- und Energiebereich, usw.)
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