Konferenz Integrierte netzgebundene Wärme- & Kältebereitstellung
Fraunhofer ENIQ
EUREF-Campus 23/24
10829 Berlin
Deutschland
10:30 — 14:30
Mit der Abschlusskonferenz zum Forschungsprojekt „Nachhaltige Kälte- und Wärmeversorgung urbaner Räume mittels Fernkälte- bzw. Fernwärmenetzen“ stellen IREES und das ifeu-Institut im Auftrag des Umweltbundesamtes am 17. Februar 2026 in Berlin die Ergebnisse des Projektes sowie den Entwurf des Leitfadens zum Aus- und Neubau von Kältenetzen vor.
Die Wärmeplanung wird derzeit in den Kommunen prioritär vorangetrieben. Gemäß Wärmeplanungsgesetz muss diese von Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern bis 30. Juni 2026 vorgelegt werden. Gemeinden bis 100.000 Einwohnern haben hierfür noch zwei weitere Jahre Zeit. Weniger im Fokus ist der Aus- und Neubau von Kältenetzen, da der Bedarf hier deutlich kleiner ist als bei der Wärmeversorgung. Dieser nimmt jedoch aufgrund der steigenden Außentemperaturen weiter zu. Über ein Kältenetz, für das vor allem Nichtwohngebäude mit großem Kältebedarf als Abnehmer in Frage kommen, lässt sich die Kälteversorgung umweltschonender umsetzen als dies gebäudeindividuell möglich ist.
Der gemeinsame Ausbau von Kälte- und Wärmenetzen bietet viele Vorteile, da sich zum Beispiel durch die gemeinsame Verlegung von Kälte- und Wärmeleitungen und einen integrierten Betrieb erhebliche Material- und Energieeinsparpotenziale erschließen lassen. Wie ein solcher integrierter Betrieb umgesetzt werden kann, welche Kältenetztypen in Frage kommen und welche Umweltbelastungen konkret gemindert werden können, wird auf der Konferenz seitens des Instituts für Ressourceneffizienz und Energiestrategien (IREES) und dem Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) umfassend dargelegt.
Prof. Mario Ragwitz von der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien (IEG) gibt einen Überblick über die aktuelle Forschung und Marktentwicklung von Großwärmepumpen, die ein wichtiges Bindeglied zwischen Kälte- und Wärmenetzen darstellen. Darüber hinaus erfolgt ein detaillierter Einblick in ein bestehendes Kältenetz.
Neben dem Abschlussbericht wird auch der im Rahmen des Projektes erarbeitete Leitfaden zum Aus- und Neubau von Kältenetzen im Entwurf vorgestellt. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Inhalt dieses Produktes seitens der Teilnehmer ist ausdrücklich erwünscht.
Anmeldeschluss ist der 12. Februar.
Das Vorhaben wurde über den Ressortforschungsplan des Bundesumweltministeriums gefördert (FKZ 3723 15 301 0) und vom Umweltbundesamt betreut.