Zwei deutsche Kommunen unter den Finalistinnen für den internationalen Preis der Europäischen Mobilitätswoche

Mönchengladbach in der Kategorie Großstädte und Lilienthal in der Kategorie Kleinstädte

Auf einem Parkplatz steht ein großes Gefährt quer und Menschen sind aus der Vogelperspektive zu sehen, die im Freien an ihren Laptops arbeiten. zum Vergrößern anklicken
Das Mönchengladbacher Raumwunder zeigt das Potenzial von Parkplätzen
Quelle: Norbert Krause/ krauses Projektdesign

Jedes Jahr machen sich Kommunen vom 16.-22. September weltweit in der Europäischen Mobilitätswoche (EMW) für nachhaltige Mobilität vor Ort stark. Sie zeigen mit unterschiedlichen Aktionen und abwechslungsreichen Programmen, wie nachhaltige Mobilität vor Ort gestaltet werden kann. Die EU-Kommission zeichnet im Rahmen der EMW die Kommunen mit den innovativsten und ambitioniertesten Programmen in zwei Kategorien aus. Die Vorauswahl dazu trifft eine internationale Jury. Dieses Jahr sind zwei deutsche Städte unter den Finalistinnen.

Die Nominierten in der Kategorie der Großstädte (mehr als 100.000 Einwohner) sind:

  • Granada (Spanien),
  • Mönchengladbach (Deutschland) und
  • Sofia (Bulgarien).

Die Jury lobte beim deutschen Finalisten das umfangreiche Programm, das Menschen aller Altersgruppen ansprach. Mönchengladbach hat es geschafft, ihre Bürger*innen intensiv in die vielen Aktivitäten einzubinden und es ihnen ermöglicht, sich aktiv in die Gestaltung des autofreien Tages einzubringen.

Die Nominierten in der Kategorie der Kleinstädte (weniger als 100.000 Einwohner) sind:

  • Bruck an der Leitha (Österreich),
  • Lilienthal (Deutschland) und
  • Nea Moudania (Griechenland).

Die Jury war beeindruckt vom umfangreichen und vielfältigen Lilienthaler Programm. Besonders hervorzuheben ist der autofreie Schultag, der gemeinsam mit der Stadt Bremen organisiert wurde. Hieran beteiligten sich 55 Schulen mit mehr als 60.000 Schüler*innen.

Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes (⁠UBA⁠): „Ich freue mich sehr, dass gleich zwei deutsche Kommunen unter den Finalistinnen für den Preis der Europäischen Mobilitätswoche sind. Diese Beispiele zeigen, wie kreativ und innovativ Städte und Gemeinden sind, nachhaltige Mobilität konkret vor Ort umzusetzen. Diese beiden Nominierungen sollten Ansporn sein, dass sich in diesem Jahr noch mehr Kommunen in Deutschland an der Europäischen Mobilitätswoche beteiligen. Wir brauchen mehr solcher Reallabore für eine erfolgreiche Verkehrswende.“

2020 beteiligten sich trotz der schwierigen Voraussetzungen 97 deutsche Städte und Gemeinden an der EMW. Gemeinsam mit Bürger*innen haben sie abwechslungsreiche Aktionsprogramme entwickelt, die auch unter strengeren Auflagen erfolgreich durchgeführt werden konnten. Das Motto 2020 nahm besonders die Themen Barrierefreiheit und Gerechtigkeit in der Mobilität in den Fokus.

Weitere Informationen

Die EMW ist eine EU-Kampagne und bietet Kommunen aus ganz Europa die Möglichkeit, ihren Bürger*innen das Thema „Nachhaltige Mobilität“ stärker ins Bewusstsein zu rufen. In der Woche vom 16.-22. September und darüber hinaus werden Maßnahmen etabliert, die den Verkehr vor Ort dauerhaft klima- und umweltverträglicher machen. Zeitgleich finden europaweit in mehr als 2.500 Städten und Gemeinden Aktionen statt. Seit 2016 koordiniert das Umweltbundesamt die EMW in Deutschland. Erstmalig soll es 2021 einen deutschlandweiten EMW-Wettbewerb geben, der vom UBA und ⁠BMU⁠ ausgelobt werden wird.

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 EMW