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Energiewende im Reihenmittelhaus

Ich wollte mein schmales Reihenmittelhaus möglichst klimaneutral machen. Hierzu wurde die Gasheizung durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzt und das Dach maximal mit Photovoltaik belegt.

Angaben zum Projekt

Mein Reihenmittelhaus in Düsseldorf aus dem Jahr 1998 ist nur 6m breit. Die 24 Jahre alte, reparaturbedürftige Gasheizung (inklusive Warmwasserbereitung) ließ ich 2022 durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzen.

Die alte Heizung benötigte 11.000 kWh Erdgas pro Jahr, um das Gebäude zu beheizen und das Wasser zu erwärmen. Die neue Wärmepumpe kommt mit weniger als 1.800 kWh Strom pro Jahr aus.

Das Dach wurde maximal mit PV belegt (8,2 kWp) und ein Batteriespeicher von 7 kWh versorgt das Haus nachts mit gespeichertem Solarstrom.

Projekteinreichende*r
Stefan Wilkes, Gebäudeeigentümer

Eckdaten Gebäude

PLZ Gebäudestandort
40472
Ort Gebäudestandort
Düsseldorf
Gebäudeart
Reihenhaus
Baujahr
1995-2001
Sanierungsstand
Altbau unsaniert
Beheizte Fäche
114 m²

Wärmeversorgung vor Einbau Wärmepumpe

Heizungsart alt
Gasheizung
Art Brauchwassererwärmung
Zentral
Art der Raumwärmeübergabe
Heizkörper
Energieverbrauch
11000,00 kWh pro Jahr
Vorlauftemperatur (vorher)
46-55 °C
Leistung Wärmeerzeuger in kW
9
Spezifischer Heizenergieverbrauch
96.491228070175 kWh/m²a

Herausforderungen

Reihenhäuser sind in Düsseldorf sehr schmal (bei mir 6 m Bruttobreite) und Abstandsvorschriften sind oft sehr einschränkend. Es sollte keine Lärmbelästigung für die Nachbarschaft entstehen. Mir ging es vor allem um maximale Klimaneutralität und vom fossilen Gas wegzukommen.

Lösungsansatz

Beim Umstieg auf die Luft-Wasser-Wärmepumpe habe ich bewusst auf einen Spitzenlast-Gaskessel verzichtet und meinen Gasanschluss stilllegen lassen. Das erspart mir die Gasanschlusskosten und minimiert den Wartungsaufwand.

Das verbaute Wärmepumpen-Modell ist leiser als die meisten Küchenabzugshauben und löst bei meinen Nachbarn immer noch ungläubiges Staunen aus.

Erfahrungen und Ausblick

Mal abgesehen von einer zunächst überhöhten Rechnung sind wir mit der Anlage rundum zufrieden. Statt früher 11.000 kWh Gas benötigten wir im ersten Betriebsjahr genau 1.725 kWh Strom. Der Gas-Anschluss wurde abgemeldet. Die Wärmepumpe spart 2,2 t CO2 pro Jahr ein.

Die etwas später installierte 8,2 kWp PV-Anlage erzeugt auf dem nicht optimal geeigneten Dach (2 Dachgauben und 4 Dachfenster) pro Jahr 6.400 kWh Strom. Auch das spart noch mal 2,8 t CO2 pro Jahr.

Unter dem angegebenen Link in der Rubrik "weiterführende Links" befindet sich eine komplette Präsentation des Vorhabens.

Tipps für Dritte

Ein solches Portal mit konkreten Beispielen und Erfahrungsberichten hat mir persönlich gefehlt.

Weitere Anlaufstellen, die ich hilfreich fand: www.energiewechsel.de, verbraucherzentrale-energieberatung.de.

Es empfiehlt sich, darauf zu achten, dass man verbindliche Angebote bekommt, um später keine bösen Überraschungen zu erleben.

Steckbrief Wärmepumpe

Datum Inbetriebnahme der Wärmepumpe
Dauer der Umsetzung
7 Monate: April 2022: Angebot und Beauftragung, Oktober 2022: Austausch der Heizung sowie Inbetriebnahme der Wärmepumpe
Wärmequelle
  • Außenluft
Thermische Leistung
5 kW
Elektrische Leistung
2 kW
JAZ laut Planung
3,3
Saisonale Leistungszahl SCOP
3,225
Maßnahmen Heizsystem
  • Hydraulischer Abgleich
  • Pufferspeicher

Betriebsdaten Wärmepumpe

Vorlauftemperatur (neu)
50 °C
Stromverbrauch Wärmepumpe
1725 kWh pro Jahr
JAZ Wärmepumpe
3,7
Erläuterungen
Die Wärmepumpe berechnet die JAZ selbst. Daneben wird die Wärmemenge, der Stromverbrauch der Heizung und der Stromverbrauch für Warmwasser separat erfasst.

Kosten

Kosten Wärmepumpe (inkl. Einbau):
32500 €
Gesamtkosten (inkl. begleitender Maßnahmen):
32500 €
Fördermittel:
11375 €

Kontaktdaten

Stefan Wilkes
GermanZero
Deutschland
Abteilung
E-Mail
stefanwilkes72@gmail.com
Telefonnummer
Faxnummer

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Weiterführende Links

Kurzlink: https://www.uba.de/n110339de