In dem Kooperationsprojekt des Bundes der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland (BDAJ) soll gemeinsam mit Naturfreundejugend Deutschlands (NFJD) jungen Menschen beider Jugendverbände der Zugang zu einer kritischen Auseinandersetzung des alltäglich gesellschaftlichen Konsumverhaltens ermöglicht werden.
Im Rahmen der 18-monatigen Projektlaufzeit sollen interessierte Ehrenamtliche durch die Teilnahme an zwei fünftägigen Akademien zu Pionieren des Wandels ausgebildet und befähigt werden, soziale Innovationen anzustoßen und zu multiplizieren. In Tandems planen die Teilnehmenden mit Unterstützung der Projektmitarbeiter und Projektmitarbeiterinnen eigene Pionier-Projekte zum nachhaltigen Konsum und führen diese in ihren Jugendgruppen, auf Jugendfreizeiten, in ihrem Viertel, in ihrer Gemeinde oder Stadt, in der Schule oder Universität durch.
Die Selbstorganisation nachhaltigkeitsorientierter Konsumräume (wie Urban Gardening-Projekte), der aktiven Mitgestaltung von Konsumangeboten (z.B. Carrotmobs), gemeinschaftsbasierter Konsumformen (wie Kleider- und Tauschbörsen) oder von Werkstätten der Eigenarbeit (z.B. Upcycling-Workshops) soll anhand mindestens fünf eigener Pionier-Projekte von den Teilnehmenden erprobt werden. Dadurch entsteht für sie die Möglichkeit, als „Change-Maker“ eine nachhaltige Gesellschaft aktiv mitzugestalten.
Durch Soundcollagen/Soundinstallationen werden zu jedem Pionier-Projekt Präsentationsformen geschaffen, durch die die Jugendlichen sprachfähig werden und die jedem Menschen einen inhaltlichen Zugang zum Thema soziale Innovationen ermöglichen. Diese werden der Öffentlichkeit sowohl durch die Nutzung sozialer Medien, als auch durch die Teilnahme am Umweltfestival und einem Heldenmarkt zugängig gemacht. Im Vordergrund des Projektes steht außerdem die unterschiedliche Perspektive verschiedener Kulturen auf die Themen soziale Innovationen und Nachhaltigkeit.