Anlass des Projektes ist der doppelte Jahrestag der Atomkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima. Ziel des Projektes ist, an die Atomkatastrophen zu erinnern und gleichzeitig für die Gefahren von Atomkraft zu sensibilisieren. Dies soll erstens durch die Produktion und Verbreitung von kinotauglichen Videospots geschehen. Zweitens wollen wir Menschen dazu auffordern, ihre Erinnerungen an die Ereignisse im Rahmen einer großen Facebook-Aktion zu teilen.
Im Jahr 2016 jähren sich zwei Atomkatastrophen, der Super-GAU in Tschernobyl ist bald 30 Jahre, der in Fukushima ist bald fünf Jahre her. Dieses Gedenkjahr will der BUND zum Anlass nehmen, um an die Ereignisse zu erinnern und um die Gefahren von Atomkraft verstärkt in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Dafür plant der BUND die folgenden Aktivitäten:
Produktion von zwei Videospots: Diese sollen einem breiten Publikum vor Augen führen, dass die Reaktorkatastrophen nach wie vor hohe aktuelle Relevanz haben und es für die Zukunft wichtig ist, wie weiter mit der Atomkraft umgegangen wird. Außerdem sollen sie das Gedenken an die Ereignisse in das öffentliche Bewusstsein rücken.
Teilen persönlicher Erinnerungen im Rahmen einer Facebook-Aktion:
Hintergrund ist, dass die meisten Über-35-Jährigen eine Erinnerung an den Tag, an dem die Katastrophe vom 26. April 1986 bekannt wurde und an die Wochen und Monate danach haben. Viele Jüngere können sich an die Katastrophe in Fukushima und an ihre Gedanken in der Zeit erinnern.
- Diese emotionale Verbindung zum Thema Atom wollen wir ansprechen, um somit das Thema stärker in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Beginnend beim Fukushima-Jahrestag im März 2016 wollen wir die Menschen dazu auffordern, ihre persönlichen Erinnerungen an die Katastrophen zu teilen. Dabei wollen wir Fragen stellen wie "Wo warst du, als du von der Katastrophe erfahren hast?" oder "Wie haben die Ereignisse deine heutige Sicht auf das Thema Atom verändert?". Zusätzlich wird dazu aufgefordert, Fotos aus der Zeit zu posten.
- Darstellung der Gefahren von Atomkraft: Das Thema soll auch fachlich begleitet werden. Auf der Internetseite des BUND wollen wir die Katastrophen und deren Folgen näher erläutern, die Gefahren von Atomkraft aufzeigen sowie die Risiken der noch laufenden AKWs darstellen.
- Überblick über Aktionen, Veranstaltungen und Demonstrationen, die anlässlich des Gedenkjahres organisert werden auf der BUND-Internetseite.