A model legislation for sustainable soil management in Africa

Das Projekt “mapping out options for a model legislation for sustainable soil management in Africa” sollte afrikanische Staaten unterstützen, eine funktionierende und anspruchsvolle Gesetzgebung für eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung zu etablieren.

Professor Dr. Oliver C. Ruppel (Stellenbosch Universität) und Dr. Harald Ginzky (⁠UBA⁠) haben das Projekt, das vom November 2018 bis April 2020 lief und von “Gesellschaft für international Zusammenarbeit” (GIZ) finanziert wurde, gemeinsam koordiniert.

Das Projektergebnisse basieren im Wesentlichen auf der Auswertung von drei Länderstudien für Kamerun, Kenia und Sambia (Hauptautoren: Prof. Dr. Christopher Tamasang, Prof. Patricia Kameri-Mbote und Dr. Pamela Towela Sambo) als auch auf den Erkenntnissen und Empfehlungen aus mehreren Veranstaltungen mit Interessensvertretern in verschiedenen afrikanischen Staaten.

Die wichtigsten Ergebnisse des Projekts lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Keine kohärente Bodenschutzpolitik und/oder -gesetzgebung in den drei Ländern.
  • Böden sollten rechtlich als natürliche Ressource anerkannt werden.
  • Eine rechtliche Verpflichtung sollte geschaffen werden, dass die sozialen und ökologischen Dienstleistungen von Böden erhalten und gestärkt werden sollten.
  • Die Nutzungs- und Eigentumsrechte an Land müssen eindeutig sein.
  • Der Erwerb von Land durch Ausländer muss effektiv kontrolliert werden.
  • “Local chiefs” sollten besser über die Bedeutung von Böden informiert und mehr in das Management und die Überwachung einbezogen werden.

Die Aufgaben von Ministerien und nachgeordneten Behörden müssen zweifelsfrei durch Rechtsvorschriften festgelegt werden. Die Projektergebnisse werden in dem Buch beim Nomos-Verlag “African Soil Protection Law” dargelegt. Das Buch ist öffentlich zugänglich. Weitere Informationen finden Sie hier.

Das “Pan African Parliament” hat das Project von Anfang an unterstützt. Im Oktober 2019 haben das “Pan African Parliament”, die Universität Stellenbosch und UBA ein Memorandum of Understanding vereinbart, um durch eine intensive Kooperation die Umsetzung der „Sustainable Development Goals“ in Afrika zu befördern.

Erste Projektergebnisse wurden auf dem Treffen der “Alliance on the sustainable development goals” des “Pan African Parliament” im März 2020 präsentiert. Die Pressemitteilung finden Sie hier.

Im Mai 2021 hat die “Alliance” entschieden, dass ein Modellgesetz für eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung erarbeitet werden soll, das dann allen Mitgliedsstaaten der „African Union” empfohlen werden soll. UBA und die Universität Stellenbosch wurden gebeten, die Erarbeitung eines Modellgesetzes zu koordinieren und fachlich zu begleiten. Die Bestätigung durch das Plenum des PAP steht noch aus.