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KliNaTrEm - Der Klimawandel als ein transdisziplinäres Handlungsfeld

Ziel des Projekts ist die iterative Entwicklung und Implementierung eines transdisziplinären Bildungsmoduls zur kommunalen Klimaanpassung für Studierende der Universität Leipzig. Es bietet Teilnehmenden die Möglichkeit, Schlüsselqualifikationen zu erwerben, ihre Agency zu stärken, als Multiplikator*innen regionale Klimaanpassungsstrategien transformativ mitzugestalten und die Leipziger Region proaktiv mitzuentwickeln. Um dies zu erreichen, setzt sich das Modul aus einer interdisziplinären Ringvorlesungsreihe, einem praktischen Begleitseminar und einem engagierten Service-Learning-Projekt mit lokalen und regionalen zivilgesellschaftlichen Akteur*innen zusammen. Inhaltlich richtet sich das Modul auf eine inter- und transdisziplinäre Betrachtung des Klimawandels und der Klimaanpassung aus. Ansätze und Erkenntnisse aus ökologischen, technischen, sozialen, kulturellen, künstlerischen, politischen, ökonomischen, ethischen und psychologischen Wissenschaftsbereichen sowie aus der Praxis werden miteinander und mit kommunalen Gegebenheiten sowie Anforderungen in Beziehung gesetzt. Durch die Umsetzung von vier interdisziplinären Ringvorlesungsreihen und zwei kompletten Moduldurchläufen im WiSe 24/25 und SoSe 25 konnten didaktische Ansätze erprobt und eine Grundstruktur des Moduls entwickelt werden. Weiterhin wurden synergetische Kooperationen mit der Stadt Leipzig, dem Naturpark Dübener Heide und der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig geschlossen, indem u.a. unterschiedliche Service-Learning-Projekte orientiert an regionalen Klimaanpassungsstrategien mit Studierenden und diesen Partnern im Rahmen des Seminars "Lernen durch Engagement – Partizipative Gestaltung kommunaler Klimaanpassung" erfolgreich konzipiert und praktisch umgesetzt wurden. Es zeigt sich, dass vor allem die gemeinsame Arbeit an bedarfsorientierten Frage- und Problemstellungen für beide Seiten ein wichtiger Ankerpunkt war, um gelingende Projekte zu konzipieren und letztlich auch zu realisieren.

Eckdaten zur Maßnahme

Maßnahmenträger

Maßnahmenträger
Universität Leipzig, Erziehungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Pädagogik und Didaktik im Elementar- und Primarbereich, Grundschuldidaktik Sachunterricht u.b.B.v. Naturwissenschaft und Technik https://www.erzwiss.uni-leipzig.de/institut-fuer-paedagogik-und-didaktik-im-elementar-und-primarber…
Kooperationspartner
Stadt Leipzig, Green Office der Universität Leipzig, Naturpark Dübener Heide, Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig, Geopark Porphyrland

Dauer und Finanzierung

Beginn der Umsetzung
Dauer der Umsetzung
31.07.2025
Wie hoch waren die (geschätzten) Kosten für die Umsetzung?
212.000 €
Mit welchen Mitteln wurde die Maßnahme finanziert?
  • Bund
Ein großer Anteil ist für Personalkosten, gefolgt von Sachausgaben und die Vergabe von Aufträgen für Expert:innen angefallen. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gefördert. Projektträger: Zukunft - Umwelt - Gesellschaft (ZUG) gGmbH. Förderprogramm: Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel mit dem Förderschwerpunkt 2 - Entwicklung von Bildungsmodulen zu Klimawandel und Klimaanpassung. Förderkennzeichen: 67DAS287

Weiterführende Links

Beteiligung

Wurden neben den Kooperationspartnern andere Personengruppen/Institutionen in die Planung/Umsetzung der Maßnahmen eingebunden?
  • Breite Öffentlichkeit
  • Forschung/Beratung/Bildung
  • Öffentliche Verwaltung/Politik
  • Presse
  • Umwelt- und Sozialverbände
  • Sonstige
Studierende und Dozierende sowie Künstler*innen
Welche Formen der Beteiligung fanden statt?
  • Aufbau von Netzwerken
  • Bereitstellung von Informationsmaterialien
  • Dialogveranstaltungen, Konferenzen, Workshops
  • Informationsveranstaltungen
Kunstausstellung, Projektpräsentationen, Ringvorlesungsreihe
Erläuterung
Der Netzwerkaufbau war ein steter Schwerpunkt, der durch gemeinsame Informationsveranstaltungen und Entwicklungsgespräche sowie konzeptionelle Dialogformate realisiert wurde. Die Kunstausstellung und Ringvorlesung diente vor allem der interdisziplinären Verzahnung und Erreichung einer interessierten Öffentlichkeit, die insgesamt als Diskursformat zum Dialog einlud. Die Projektpräsentation am Ende des Semester war eine wichtige Veranstaltung, um alle Service-Learning-Partner*innen zu verbinden.

Erfolge

Welche Erfolge konnten Sie mit Ihrer Maßnahme erzielen?
Durch die erfolgreiche Durchführung von vier Ringvorlesungsreihen und zwei kompletten Moduldurchläufen wurden Blaupausen für die Konzipierung, Planung und Umsetzung von interdisziplinären Ringvorlesungsreihen zum Thema kommunale Klimaanpassung abgeleitet. Außerdem wurden Gelingensbedingungen identifiziert, die für erfolgreiche Kooperationen mit unterschiedlichen Akteur:innen förderlich sind. Hierzu zählen eine transparente Kommunikation, bedarfsorientierte Frage- und Problemstellung sowie die Integration der unterschiedlichen Wissensbestände. Weiterhin können Empfehlungen für die Entwicklung und Umsetzung eines transdisziplinären Bildungsmoduls ausgesprochen werden. Elementarer Punkt sind hierbei die Passung zwischen den disziplinären Schwerpunkten der Ringvorlesung, deren interdisziplinäre Vernetzung und Adaptivität mit den Interessen der Studierenden sowie den konkreten Bedarfen der regionalen Akteur*innen. Die Maßnahme hat bestehende Kooperationen gefestigt und Netzwerke ausgebaut.
Wie wird der Erfolg der Maßnahme evaluiert?
  • Analyse (z.B. Soll-Ist-Abgleiche, Meilensteinabgleich, Medienanalyse)
  • Feedback-Gespräche (z.B. Gruppendiskussion, Fokusgruppe, Erfahrungsberichte)
Erläuterung
Durch kontinuierliche Zwischenberichte wurden die Meilensteine analysiert und abgeglichen. Außerdem fanden regelmäßige Feedbackgespräche mit den Partner:innen und Studierenden statt, die als Erfahrungsberichte im Seminar über eine interaktive Lernplattform (Moodle) in die Entwicklung und Adaption des Seminarkonzepts aufgenommen wurden. Vor allem die Diskussionen mit den Service-Learning-Partner*innen dienten der Ableitung von Gelingensbedingungen wirksamer Kooperationen.
Wie planen Sie Ihr Projekt weiterzuentwickeln?
Die Grundstruktur des Bildungsmoduls soll perspektivisch in den Schlüsselqualifikationsbereich der Universität Leipzig integriert werden. Außerdem ist geplant, die Ringvorlesungsreihe weiterhin öffentlichkeitswirksam an größere Reihen der Universität anzubinden. Besonders durch die enge Kooperation mit der Stadt Leipzig und dem Naturpark Dübener Heide sollen weiterführende Service-Learning-Projektideen identifiziert und in praktischen Nachhaltigkeits- sowie Dialogformaten mit Studierenden und regionalen Akteur:innen umgesetzt werden. Die Erkenntnisse für die hochschuldidaktische Lehre sollen weiter verfeinert und adaptiver für weitere Standorte konzipiert werden, was wiederrum den Ausbau des BNE und Nachhaltigkeitsnetzwerks inkludiert.
Hat die Maßnahme positive Nebeneffekte?
  • Nein

Hindernisse

Welche Hindernisse gab es während der Umsetzung?
In der Umsetzung von Modulimplementierungsvorhaben müssen vor allem institutionelle und strukturelle Prozesse beachtet werden, denen eine zentrale Bedeutung zukommt. Die stete Kommunikation und entsprechende Informationssorgfalt sind hierbei entscheidende Hebel für den Umgang mit solchen Ansprüchen. Auf Ebene der Kooperation mit Servie-Learning-Partner*innen spielt vor allem das Kriterium der Passung und Wirksamkeit eine zentrale Rolle. Hier braucht es primär eine konkrete Bedarfsanalyse.
Hat die Maßnahme negative Nebeneffekte?
  • Nein

Kontaktdaten

Prof.in Dr.in Kim Lange-Schubert
Universität Leipzig, Erziehungswissenschaftliche Fakultät
Marschnerstr. 31
04109 Leipzig
Deutschland
Abteilung
E-Mail
kim.lange-schubert@uni-leipzig.de
Telefonnummer
Faxnummer

Ort der Umsetzung

Marschnerstraße
31
04109 Leipzig
Deutschland

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Kategorien

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