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Chemikalien

Chemikalien gehören zu den am stärksten regulierten Bereichen im Umweltschutz. Gleichwohl besteht immer noch Handlungsbedarf: Chronische Gesundheitsschäden durch Chemikalien in Innenraumluft, Gebrauchsgegenständen oder Nahrungsmitteln bleiben ein Thema. Pflanzenschutzmittel treffen nicht nur „Schadorganismen“ sondern auch viele Nützlinge. Biozide belasten die Gewässer. Arzneimittelrückstände in Böden und Wasser sind ein Risiko für die dort lebenden Organismen. Hormonelle Wirkungen von Stoffen beeinflussen die Fortpflanzungsfähigkeit von Pflanzen und Tieren. Und schließlich wirken die Stoffe nicht einzeln, sondern als Gemische auf die Umwelt – häufig addiert sich ihre Wirkung. Einige Schritte sind getan, aber der Weg zur Nachhaltigkeit in der Chemie ist noch weit.

Chemikalien

ChemInfo informiert über Taurin

Ein Bild zeigt einen Bison, der durch den Schnee läuft.

Im Herbst 2022 ist der Unternehmer Dietrich Mateschitz im Alter von 78 Jahren gestorben. Sein Name ist eng verbunden mit dem Bekanntwerden einer Chemikalie, die heute in zahlreichen Energy-Drinks und anderen Alltagsprodukten zu finden ist: Taurin. Während der Stoff anfangs rechtlich noch wenig Beachtung fand, ist der Zusatz von Taurin mittlerweile für diverse Produkte reglementiert.

Chemikalien

Öffentliche Konsultation zum Beschränkungsdossier für Bisphenole

Detailfoto Stift kreuzt ein Feld an.

Betroffene Akteure wie Industrieverbände und Unternehmen sind eingeladen, den Beschränkungsvorschlag für hormonell schädliche Bisphenole in der Umwelt zu kommentieren. Die sechsmonatige öffentliche Konsultation startet am 21. Dezember 2022. Die Beschränkung gilt für die Herstellung, das Inverkehrbringen und die Verwendung dieser Stoffe in der EU.

Chemikalien

REACH Beschränkungsdossier für Bisphenole veröffentlicht

Landschaft mit einem Baum und einen kleinen Fluss.

Zusammen mit der Bundesstelle für Chemikalien hat das UBA bei der Europäischen Chemikalienagentur ECHA einen EU-weiten Beschränkungsvorschlag im Rahmen der REACH-Verordnung für Bisphenol A und weitere Bisphenole mit ähnlicher Umweltwirkung eingereicht. Dieser Beschränkungsvorschlag ist nun von der ECHA veröffentlicht worden. Die öffentliche Konsultation startet voraussichtlich im Dezember.

Chemikalien, Wirtschaft | Konsum

Studie zur Förderung von Alternativen zu Rattengift & Co

Das Bild zeigt eine Bank aus unbehandeltem Holz mit einem Unterbau aus Metall, der verhindert, dass das Holz Bodenkontakt hat.

Biozidfreie Alternativen zum Schutz von Gesundheit oder Materialien vor Schadorganismen sind wichtige Instrumente zur Reduktion des Eintrags von bioziden Wirkstoffen in die Umwelt. Diese Studie hat untersucht, mit welchen Maßnahmen die Verwendung der Alternativen gefördert werden kann. Betrachtet wurden unter anderem mögliche Umweltzeichen, Förderprogramme oder webbasierte Informationsangebote.

Chemikalien

Produkte auf besonders besorgniserregende Stoffe getestet

Eine Hand hält ein Smartphone in einem Geschäft

Im Rahmen des Projektes LIFE AskREACH, an dem das UBA beteiligt ist, wurden Produkte auf „besonders besorgniserregende Stoffe“ (SVHCs) getestet. SVHCs können zum Beispiel Krebs verursachen, das Hormonsystem stören oder sich in der Umwelt anreichern. Untersucht wurden Schwimm-, Garten- und Heimwerkerprodukte. Von 106 Gebrauchsgegenständen war in fast jedem dritten mindestens ein SVHC nachweisbar.

Chemikalien

Steroidhormone in Gewässern nachgewiesen

Probenröhrchen in einem Gestell

In aktuellen Untersuchungen im Auftrag des Umweltbundesamtes wurde eine Vielzahl von Steroidhormonen aus Medikamenten in Kläranalgenabläufen und Gewässern nachgewiesen. Der Fokus lag auf den bisher weniger untersuchten Hormongruppen der Glukokortikoide und Progestagene. Diese Steroidhormone können endokrin wirken und schon in geringen Mengen zum Beispiel Fischpopulationen beeinflussen.

Chemikalien

Arzneimittelrückstände mit neuen Methoden besser nachweisbar

Einlagerung von Proben bei -150°C

Arzneimittelrückstände sind ein drängendes Problem für die aquatischen Ökosysteme. Rückstände werden derzeit vorrangig im Wasser untersucht, nicht aber deren Anreicherung in Schwebstoffen oder Lebewesen. Mit neu entwickelten Messmethoden konnten jetzt erstmalig zeitliche Belastungen von Arzneimitteln in Fisch- und Schwebstoffproben der Umweltprobenbank nachgewiesen und Zeitreihen erstellt werden.

Chemikalien

Gewinner der AskREACH-Auszeichnungen für Unternehmen

Eine Hand hält ein Smartphone in einem Geschäft

Zwei skandinavische Unternehmen werden im Rahmen des Projekts AskREACH jeweils in den Kategorien SVHC-Management und Kommunikation in der Lieferkette ausgezeichnet. Das Projekt AskREACH sensibilisiert mit Beteiligung des UBA europaweit für sogenannte „besonders besorgniserregende Stoffe“ (SVHCs) in Erzeugnissen. Unter den Finalisten sind auch zwei deutsche Unternehmen.

Chemikalien

UBA-Position zur Reform der REACH-Verordnung

The Revision of the REACH Authorisation and Restriction System

Die EU-Kommission bereitet eine Revision der REACH-Verordnung im Rahmen der Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit vor. Das UBA positioniert sich zu der Reform der Beschränkungs- und Zulassungsverfahren in einem Scientific Opinion Paper und schlägt vor, die Verfahren schneller und effizienter zu machen sowie den vorsorgeorientierten Umweltschutz zu stärken.

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Chemikalien, Nachhaltigkeit | Strategien | Internationales, Landwirtschaft

Neue EU-Verordnung: Weniger Pestizide geht nur mit Anreizen für die Landwirtschaft

Sprühvorrichtung am Traktor

Die EU-Kommission hat den Entwurf einer neuen Verordnung zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln veröffentlicht, mit der der Pestizideinsatz deutlich verringert werden soll. Das Umweltbundesamt (UBA) begrüßt dies, sieht jedoch deutlichen Nachbesserungsbedarf, damit die Verordnung in der Praxis funktioniert.

Chemikalien, Wasser

Bakterielle Resistenzen in Klärschlamm

Ein Foto der Kläranlage Pirmasens. Bei der Abwasserbehandlung entsteht Klärschlamm, der neben überschüssigen Nährstoffen auch viele Schadstoffe und Bakterien enthält.

Klärschlamm enthält eine Vielzahl an Stoffen, die in der Umwelt unerwünscht sind. Sie werden bei der Abwasserbehandlung in den Klärschlamm überführt. Die Qualität des Schlamms hängt u.a. von ortsabhängigen Faktoren ab. Die neue Studie zeigt, dass die Ausbaugröße einer Kläranlage keinen Einfluss auf das Vorkommen von Resistenzgenen oder resistenten Bakterien sowie Schadstoffen im Klärschlamm hat.

Chemikalien, Landwirtschaft

Biozide in der Tierhaltung: Umwelteinträge minimieren

Zwei Schweine wühlen im Dreck

Ein Forschungsvorhaben hat die Anwendungspraxis von Bioziden zur Desinfektion und Insektenbekämpfung untersucht. Um Einträge in die Umwelt zu minimieren, wird beispielsweise empfohlen, Temperatur- und Mengenvorgaben bei Desinfektionsmitteln genau einzuhalten und deren Anwendung in ein ganzheitliches Hygienemanagementkonzept zu integrieren.

Kurzlink: www.uba.de/t54de