Indikator: Luftqualität in Ballungsräumen
Die zu hohe Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid, Feinstaub (PM10) und Ozon gefährdet nach wie vor die Gesundheit der Menschen in Deutschland. Das ergaben vorläufige Auswertungen des UBA für das Jahr 2014. Die Grenz- und Zielwerte wurden erneut überschritten.
Holzheizungen verursachen örtlich mehr Feinstaub als der Straßenverkehr
Der Artikel beschreibt drei wichtige Indikatoren, welche die Bedeutung der Feinstaubbelastung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland aufzeigen. 2021 konnten insgesamt ca. 232.900 verlorene gesunde Lebensjahre (Disability-Adjusted Life Years; DALYs) auf Feinstaub (PM2,5) zurückgeführt werden. Im Vergleich zu 2010 sind die DALYs um etwa die Hälfte zurückgegangen.
Die Tabelle zeigt die aktuelle Anzahl der PM10-Überschreitungstage aller Messstationen der Ländermessnetze und des UBA im laufenden Jahr. PM10 (PM = Particulate Matter) ist die Bezeichnung für Feinstaub mit einem maximalen Durchmesser von 10 Mikrometern (µm).
Die Emissionen der klassischen Luftschadstoffe sind in den letzten Jahrzehnten deutlich gesunken. Der technische Fortschritt, der Wechsel hin zu emissionsärmeren Brennstoffen und letztendlich die nationalen und EU-weiten Vereinbarungen führten zu weniger Emissionen und sorgten für eine bessere Luftqualität.
Jährlich werden in Deutschland rund 2.050 Tonnen Feinstaub (PM₁₀) durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern freigesetzt, der Großteil davon in der Silvesternacht. Dies entspricht in etwa einem Prozent der gesamt freigesetzten Feinstaubmenge in Deutschland. Am ersten Tag des neuen Jahres ist die Luftbelastung mit gesundheitsgefährdendem Feinstaub vielerorts so hoch, wie sonst im ganzen Jahr nicht.